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Fortsetzung folgt
Kulturprojekt LiteraturRaum im Bleibtreu Berlin geht ins zweite Jahr

Im September 2009 startete das Hotel Bleibtreu Berlin gemeinsam mit dem internationalen literaturfestival berlin (ilb) den LiteraturRaum. Im Rahmen des Kulturförderprojekts lädt das Hotel Schriftsteller aus aller Welt ein, einige Wochen in Berlin zu wohnen, in Ruhe zu schreiben, Inspiration für ihre Werke zu finden und die Berliner Kulturwelt kennenzulernen. Jetzt wird der LiteraturRaum um ein weiteres Jahr verlängert. Als nächste Gäste sind Liao Yiwu (September/Oktober) aus China und der kanadische Autor Colin McAdam (November) angekündigt.

Positives Resümee bestärkt Organisatoren

Seit Beginn des LiteraturRaums wohnten elf Autoren in dem beliebten Künstlertreff in der Bleibtreustrasse: Robert Gray (Australien), Elsa Osorio (Argentinien), László Végel (Ungarn/Serbien), Yang Lian (China/GB), Artur Becker (Polen/Deutschland), Samuel Shimon (Irak/GB), László Darvasi (Ungarn), Bei Dao (China), Naomi Shihab Nye (Palästina/USA) und aktuell Israel Bar Kohav (Israel). Die Autorenauswahl erfolgt in Zusammenarbeit mit dem internationalen literaturfestival berlin, dessen Leiter Ulrich Schreiber das Projekt von Anfang an unterstützte: "Als David Weinberger, Direktor des Bleibtreu, im letzten Jahr auf mich zukam, um ein neues, privatwirtschaftlich initiiertes Literaturförderprojekt vorzuschlagen, war ich sofort begeistert. Projekte wie dieses sind für den Kulturstandort Berlin eine Bereicherung. Für internationale Autoren bedeutet der LiteraturRaum eine Insel, die ihnen kreatives Arbeiten und den Austausch mit Berliner Künstlern ermöglicht."

Die Resonanz des LiteraturRaums bei den teilnehmenden Autoren sowie das positive Feedback von Hotelgästen, Literaturinteressierten und Kulturschaffenden überzeugten das Hotelmanagement und das ilb, das zunächst auf ein Jahr festgelegte Projekt um mindestens ein weiteres Jahr zu verlängern: "Mit jedem Autor, der mehrere Wochen hier lebt, realisieren wir einmal mehr, wie wichtig der interkulturelle Dialog und der Austausch mit Künstlern aus aller Welt sind. Und wie befruchtend die Kooperation zwischen unterschiedlichen Welten – hier der Literatur und der Hotellerie – sein kann, wenn das Projekt mit Begeisterung, Liebe zur Kunst und Offenheit für die Menschen betrieben wird", so David Weinberger, Direktor des Bleibtreu Berlin.

LiteraturRaum für alle: Kollektion literarischer Blogeinträge jetzt auch in gedruckter Form

Ein besonderes Experiment war und ist der Blog www.literaturraum.de: Die Autoren werden gebeten, hier über ihre Erfahrungen und Eindrücke während ihres Aufenthalts zu schreiben. Die Ergebnisse sprechen für sich – literarische Kleinode, die eine Mischung aus Tagebucheinträgen, impressionistischpoetischen Momentaufnahmen oder politischen Kurzessays bilden. Eine Auswahl dieser Texte wird nun in nummerierter und limitierter Auflage gedruckt. „Dear Frau Bleibtreu“ ist eine Kollektion von Autorenbeiträgen, die alle dem Blog entnommen sind und von Detailaufnahmen der Schriftsteller, fotografiert von Ali Ghandtschi, umrahmt sind. „Dear Frau Bleibtreu“ wird ab 1. September 2010 im Hotel und auf dem ilb erhältlich sein. Interessierte können sich die Blogkollektion außerdem im Hotel gegen Porto bestellen (literaturraum@bleibtreu.com).

Hotelgäste und Berliner können dem Projekt überdies folgen, indem sie an einer der Veranstaltungen im Bleibtreu Berlin teilnehmen. Die Erfahrung des letzten Jahres zeigt, dass man sich auf spannende Events freuen kann. So kamen Literaturinteressierte in den vergangenen zwölf Monaten in den Genuss einer Lyriklesung unterm Sternenhimmel mit Robert Gray, eines Abends mit polnischem Wodka, einer leeren Wohnung und dem wortgewaltigen Artur Becker oder einer Diskussions- und Leseveranstaltung mit Bei Dao, die von den Kochkünsten des Sternekochs Tim Raue begleitet wurde. Der LiteraturRaum will zeigen, dass Kultur das Leben bereichert, den Horizont erweitert und im besten Fall sogar Grenzen überschreitet. So geschehen in einer der emotionalsten Lesungen des letzten Jahres, als die palästinensisch-amerikanische Schriftstellerin Naomi Shihab Nye zusammen mit dem israelischen Autor Israel Bar Kohav erlebbar machte, wie Poesie und Menschlichkeit eine gemeinsame Vision schaffen können. Und wenn es nur für einen Abend und im Rahmen der Literatur ist.
Fortsetzung folgt
Kulturprojekt LiteraturRaum im Bleibtreu Berlin geht ins zweite Jahr

Im September 2009 startete das Hotel Bleibtreu Berlin gemeinsam mit dem internationalen literaturfestival berlin (ilb) den LiteraturRaum.
Kulturprojekt LiteraturRaum im Bleibtreu Berlin geht ins zweite Jahr

Im September 2009 startete das Hotel Bleibtreu Berlin gemeinsam mit dem internationalen literaturfestival berlin (ilb) den LiteraturRaum. Im Rahmen des Kulturförderprojekts lädt das Hotel Schriftsteller aus aller Welt ein, einige Wochen in Berlin zu wohnen, in Ruhe zu schreiben, Inspiration für ihre Werke zu finden und die Berliner Kulturwelt kennenzulernen. Jetzt wird der LiteraturRaum um ein weiteres Jahr verlängert. Als nächste Gäste sind Liao Yiwu (September/Oktober) aus China und der kanadische Autor Colin McAdam (November) angekündigt.

Positives Resümee bestärkt Organisatoren

Seit Beginn des LiteraturRaums wohnten elf Autoren in dem beliebten Künstlertreff in der Bleibtreustrasse: Robert Gray (Australien), Elsa Osorio (Argentinien), László Végel (Ungarn/Serbien), Yang Lian (China/GB), Artur Becker (Polen/Deutschland), Samuel Shimon (Irak/GB), László Darvasi (Ungarn), Bei Dao (China), Naomi Shihab Nye (Palästina/USA) und aktuell Israel Bar Kohav (Israel). Die Autorenauswahl erfolgt in Zusammenarbeit mit dem internationalen literaturfestival berlin, dessen Leiter Ulrich Schreiber das Projekt von Anfang an unterstützte: "Als David Weinberger, Direktor des Bleibtreu, im letzten Jahr auf mich zukam, um ein neues, privatwirtschaftlich initiiertes Literaturförderprojekt vorzuschlagen, war ich sofort begeistert. Projekte wie dieses sind für den Kulturstandort Berlin eine Bereicherung. Für internationale Autoren bedeutet der LiteraturRaum eine Insel, die ihnen kreatives Arbeiten und den Austausch mit Berliner Künstlern ermöglicht."

Die Resonanz des LiteraturRaums bei den teilnehmenden Autoren sowie das positive Feedback von Hotelgästen, Literaturinteressierten und Kulturschaffenden überzeugten das Hotelmanagement und das ilb, das zunächst auf ein Jahr festgelegte Projekt um mindestens ein weiteres Jahr zu verlängern: "Mit jedem Autor, der mehrere Wochen hier lebt, realisieren wir einmal mehr, wie wichtig der interkulturelle Dialog und der Austausch mit Künstlern aus aller Welt sind. Und wie befruchtend die Kooperation zwischen unterschiedlichen Welten – hier der Literatur und der Hotellerie – sein kann, wenn das Projekt mit Begeisterung, Liebe zur Kunst und Offenheit für die Menschen betrieben wird", so David Weinberger, Direktor des Bleibtreu Berlin.

LiteraturRaum für alle: Kollektion literarischer Blogeinträge jetzt auch in gedruckter Form

Ein besonderes Experiment war und ist der Blog www.literaturraum.de: Die Autoren werden gebeten, hier über ihre Erfahrungen und Eindrücke während ihres Aufenthalts zu schreiben. Die Ergebnisse sprechen für sich – literarische Kleinode, die eine Mischung aus Tagebucheinträgen, impressionistischpoetischen Momentaufnahmen oder politischen Kurzessays bilden. Eine Auswahl dieser Texte wird nun in nummerierter und limitierter Auflage gedruckt. „Dear Frau Bleibtreu“ ist eine Kollektion von Autorenbeiträgen, die alle dem Blog entnommen sind und von Detailaufnahmen der Schriftsteller, fotografiert von Ali Ghandtschi, umrahmt sind. „Dear Frau Bleibtreu“ wird ab 1. September 2010 im Hotel und auf dem ilb erhältlich sein. Interessierte können sich die Blogkollektion außerdem im Hotel gegen Porto bestellen (literaturraum@bleibtreu.com).

Hotelgäste und Berliner können dem Projekt überdies folgen, indem sie an einer der Veranstaltungen im Bleibtreu Berlin teilnehmen. Die Erfahrung des letzten Jahres zeigt, dass man sich auf spannende Events freuen kann. So kamen Literaturinteressierte in den vergangenen zwölf Monaten in den Genuss einer Lyriklesung unterm Sternenhimmel mit Robert Gray, eines Abends mit polnischem Wodka, einer leeren Wohnung und dem wortgewaltigen Artur Becker oder einer Diskussions- und Leseveranstaltung mit Bei Dao, die von den Kochkünsten des Sternekochs Tim Raue begleitet wurde. Der LiteraturRaum will zeigen, dass Kultur das Leben bereichert, den Horizont erweitert und im besten Fall sogar Grenzen überschreitet. So geschehen in einer der emotionalsten Lesungen des letzten Jahres, als die palästinensisch-amerikanische Schriftstellerin Naomi Shihab Nye zusammen mit dem israelischen Autor Israel Bar Kohav erlebbar machte, wie Poesie und Menschlichkeit eine gemeinsame Vision schaffen können. Und wenn es nur für einen Abend und im Rahmen der Literatur ist.

 
Schöne Aussichten auf der Ifa
Diesmal steht die 3-D-Technik im Mittelpunkt

Ein ganzes Kino voller Brillenschlangen – zum Piepen!
Diesmal steht die 3-D-Technik im Mittelpunkt

Ein ganzes Kino voller Brillenschlangen – zum Piepen! Es ist noch gar nicht so lange her, da haben alte Fotos mit solchen Szenen aus der Frühzeit des 3-D-Kinos, also den fünfziger Jahren, heutige Betrachter nur noch belustigt. Nie und nimmer hätten sie geglaubt, dass dies wieder Mode würde, dass Zuschauer millionenfach in 3-D-Spektakel wie „Avatar“ rennen und sich diese drolligen Sehhilfen auf die Nase setzen würden. Und derartig befremdliches Verhalten dann auch noch zu Hause vor dem Bildschirm? Damals noch undenkbar, doch bald schon wahr.

Denn wenn es nach den TV-Herstellern geht, wird die an diesem Freitag beginnende 50. Internationale Funkausstellung (Ifa) in die Geschichte eingehen wie die vor 43 Jahren, als Willy Brandt per Knopfdruck das Farbfernsehen startete. Wieder einmal soll auf der Schau unterm Funkturm eine neue Dimension der Unterhaltungselektronik, die dritte eben, erobert werden. Dass bei der Ifa alle Zeichen auf 3-D stehen würden, sah man schon daran, dass sogar einige Printmedien sich unerwartet in dieser Technik versuchten und Arte die 3-D-Urversion von Alfred Hitchcocks „Bei Anruf Mord“ ausstrahlte. Der Regisseur hielt nicht viel von der Technik, das Studio hatte aber darauf bestanden und den Film dann doch nur zweidimensional ins Kino gebracht: Der 3-D-Boom war wieder abgeflaut.

Aber jetzt ist er wieder da, und alle wichtigen Hersteller präsentieren 3-D-taugliche Fernsehgeräte. Mehr als 50 Geräte gibt es bereits, allein Sony hat zehn im Sortiment (Halle 4.2). Wenn man der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik glaubt, werden mehr als 40 Prozent der Verbraucher in den nächsten drei Jahren einen 3-D-Fernseher kaufen. Bis es so weit ist, kann die neue Technik an den vielen Ständen auf der Ifa ausprobiert werden. Dann müssen die Zuschauer entscheiden, ob sie tatsächlich bereit sind, spezialbebrillt im Wohnzimmer zu sitzen.

Mit einem zweistelligen Flächenwachstum auf rund 134 400 Quadratmeter vermieteter Fläche ist die Ifa zum Jubiläum größer als je zuvor. Bereits das Krisenjahr 2009 meisterte die Messe mit einer stabilen Ausstellerzahl und 228 600 Besuchern. In diesem Jahr werden 1423 Aussteller so viele Produktneuheiten wie nie zuvor präsentieren. Alle Ausstellungsbereiche sind ausgebucht.

Ein Rundgang durch ein komplett vernetztes Haus ist am Sonntag (16 Uhr) in Halle 8.1 möglich. Die Sonderschau „Das E-Haus“ zeigt ein 100 Quadratmeter großes Modellhaus mit all seinen energieeffizienten Details: von der Wärme- und Beleuchtungstechnik über die Tankstelle fürs Elektroauto bis zur intelligenten Strommessung. Ohnehin wird bei der Veranstaltungsreihe „Ifa Tech Watch“ in Halle 5.3 täglich über die technischen Visionen diskutiert. Es geht um Themen wie die nächste Generation von Fernsehern und Haushaltsgegenständen.

Bereits im dritten Jahr präsentiert sich die Ifa als die weltweit einzige Messe für Haushaltselektrogeräte. Die Industrie für „Weiße Ware“ hat die Krise besser überstanden als andere Branchen. In den Messehallen gibt es die effizientesten, sparsamsten und skurrilsten Haushaltsgeräte zu bewundern. Zum Beispiel einen Backofen, der erkennt, wann das Roastbeef oder die Pizza fertig ist (Halle 4.1, Stand 101). Ein Babyphone, bei dem man seinen Liebling nicht nur hören, sondern auch sehen kann (Halle 4.1, Stand 205). Oder das intelligente Dosiersystem für Waschdilettanten, das anhand des Verschmutzungsgrades die richtige Menge Waschpulver berechnet (Halle 3.1, Stand 101).

Wie immer ist das Rahmenprogramm breit gefächert. So sind Sterneköche zu Gast. Den Anfang macht heute um 14 Uhr Johann Lafer in Halle 6.1/Stand 101. Auf der Young-Ifa-Bühne in Halle 7.2c diskutieren jeden Tag junge Besucher mit Stars und Experten über Medien und Politik. Am Montag stellt beispielsweise die Robert-Bosch-Stiftung das Projekt „Du hast die Macht“ vor. Da geht es um die Frage, wie Politik für Kinder spannend aufbereitet werden kann.

Darüber hinaus werden die TV- und Radiosender mit Ständen und Studios vertreten sein. So kann man etwa bei der ARD in Halle 2.2 Schauspieler wie Katrin Sass und Florian Lukas treffen oder die „Tagesschau“-Sprecher Judith Rakers und Jan Hofer bei der Arbeit beobachten. Am Stand von ZDFneo (Halle 6.2) schaut unter anderem Schauspieler Christian Ulmen vorbei. Und im Ifa-Sommergarten lässt am Samstagabend Scooter die Massen tanzen.

Der Tagesspiegel, [03.09.2010]

 
ICC bald zwei Jahre dicht
Das Gebäude soll in dieser Zeit rundum erneuert werden - für geschätzte 220 Millionen Euro

Das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin wird voraussichtlich 2013 für zwei Jahre geschlossen, um komplett modernisiert und saniert zu werden.
Das Gebäude soll in dieser Zeit rundum erneuert werden - für geschätzte 220 Millionen Euro

Das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin wird voraussichtlich 2013 für zwei Jahre geschlossen, um komplett modernisiert und saniert zu werden. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) kündigte am Donnerstag an, dass der Senat dies im Herbst beschließen werde. Die Abstimmung mit den anderen beteiligten Senatsverwaltungen sei "in der Schlussphase".

Wolf geht davon aus, dass eine schnelle Sanierung auch Kosten spart. Um dies zu erreichen, solle auch das Raumprogramm für das ICC noch einmal überarbeitet werden. Damit die Großkongresse nicht aus Berlin abwandern, erhält die Messe am Standort der Deutschlandhalle einen Ersatzbau, den sie selbst finanziert und der nach der ICC-Sanierung als normale Messehalle fungiert. Vorher muss die Deutschlandhalle abgerissen werden.

Um den Zeitplan zu halten, müsste damit spätestens 2011 begonnen werden. Ursprünglich wollte der Senat das ICC bei laufendem Betrieb über einen Zeitraum von sechs Jahren umbauen, außerdem müssen Asbest und andere Schadstoffe beseitigt werden. Die Messe GmbH setzte sich aber mit ihrer Einschätzung durch, dass eine Sanierung bei laufendem Betrieb nicht möglich ist, ohne den Kongressbetrieb nachhaltig zu schädigen. Die Kosten für die ICC-Sanierung wurden bisher auf rund 220 Millionen Euro geschätzt.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 

 
Kulturprojekt LiteraturRaum im Bleibtreu Berlin geht ins zweite Jahr

Im September 2009 startete das Hotel Bleibtreu Berlin gemeinsam mit dem internationalen literaturfestival berlin (ilb) den LiteraturRaum. Im Rahmen des Kulturförderprojekts lädt das Hotel Schriftsteller aus aller Welt ein, einige Wochen in Berlin zu wohnen, in Ruhe zu schreiben, Inspiration für ihre Werke zu finden und die Berliner Kulturwelt kennenzulernen. Jetzt wird der LiteraturRaum um ein weiteres Jahr verlängert. Als nächste Gäste sind Liao Yiwu (September/Oktober) aus China und der kanadische Autor Colin McAdam (November) angekündigt.

Positives Resümee bestärkt Organisatoren

Seit Beginn des LiteraturRaums wohnten elf Autoren in dem beliebten Künstlertreff in der Bleibtreustrasse: Robert Gray (Australien), Elsa Osorio (Argentinien), László Végel (Ungarn/Serbien), Yang Lian (China/GB), Artur Becker (Polen/Deutschland), Samuel Shimon (Irak/GB), László Darvasi (Ungarn), Bei Dao (China), Naomi Shihab Nye (Palästina/USA) und aktuell Israel Bar Kohav (Israel). Die Autorenauswahl erfolgt in Zusammenarbeit mit dem internationalen literaturfestival berlin, dessen Leiter Ulrich Schreiber das Projekt von Anfang an unterstützte: "Als David Weinberger, Direktor des Bleibtreu, im letzten Jahr auf mich zukam, um ein neues, privatwirtschaftlich initiiertes Literaturförderprojekt vorzuschlagen, war ich sofort begeistert. Projekte wie dieses sind für den Kulturstandort Berlin eine Bereicherung. Für internationale Autoren bedeutet der LiteraturRaum eine Insel, die ihnen kreatives Arbeiten und den Austausch mit Berliner Künstlern ermöglicht."

Die Resonanz des LiteraturRaums bei den teilnehmenden Autoren sowie das positive Feedback von Hotelgästen, Literaturinteressierten und Kulturschaffenden überzeugten das Hotelmanagement und das ilb, das zunächst auf ein Jahr festgelegte Projekt um mindestens ein weiteres Jahr zu verlängern: "Mit jedem Autor, der mehrere Wochen hier lebt, realisieren wir einmal mehr, wie wichtig der interkulturelle Dialog und der Austausch mit Künstlern aus aller Welt sind. Und wie befruchtend die Kooperation zwischen unterschiedlichen Welten – hier der Literatur und der Hotellerie – sein kann, wenn das Projekt mit Begeisterung, Liebe zur Kunst und Offenheit für die Menschen betrieben wird", so David Weinberger, Direktor des Bleibtreu Berlin.

LiteraturRaum für alle: Kollektion literarischer Blogeinträge jetzt auch in gedruckter Form

Ein besonderes Experiment war und ist der Blog www.literaturraum.de: Die Autoren werden gebeten, hier über ihre Erfahrungen und Eindrücke während ihres Aufenthalts zu schreiben. Die Ergebnisse sprechen für sich – literarische Kleinode, die eine Mischung aus Tagebucheinträgen, impressionistischpoetischen Momentaufnahmen oder politischen Kurzessays bilden. Eine Auswahl dieser Texte wird nun in nummerierter und limitierter Auflage gedruckt. „Dear Frau Bleibtreu“ ist eine Kollektion von Autorenbeiträgen, die alle dem Blog entnommen sind und von Detailaufnahmen der Schriftsteller, fotografiert von Ali Ghandtschi, umrahmt sind. „Dear Frau Bleibtreu“ wird ab 1. September 2010 im Hotel und auf dem ilb erhältlich sein. Interessierte können sich die Blogkollektion außerdem im Hotel gegen Porto bestellen (literaturraum@bleibtreu.com).

Hotelgäste und Berliner können dem Projekt überdies folgen, indem sie an einer der Veranstaltungen im Bleibtreu Berlin teilnehmen. Die Erfahrung des letzten Jahres zeigt, dass man sich auf spannende Events freuen kann. So kamen Literaturinteressierte in den vergangenen zwölf Monaten in den Genuss einer Lyriklesung unterm Sternenhimmel mit Robert Gray, eines Abends mit polnischem Wodka, einer leeren Wohnung und dem wortgewaltigen Artur Becker oder einer Diskussions- und Leseveranstaltung mit Bei Dao, die von den Kochkünsten des Sternekochs Tim Raue begleitet wurde. Der LiteraturRaum will zeigen, dass Kultur das Leben bereichert, den Horizont erweitert und im besten Fall sogar Grenzen überschreitet. So geschehen in einer der emotionalsten Lesungen des letzten Jahres, als die palästinensisch-amerikanische Schriftstellerin Naomi Shihab Nye zusammen mit dem israelischen Autor Israel Bar Kohav erlebbar machte, wie Poesie und Menschlichkeit eine gemeinsame Vision schaffen können. Und wenn es nur für einen Abend und im Rahmen der Literatur ist.

 
Diesmal steht die 3-D-Technik im Mittelpunkt

Ein ganzes Kino voller Brillenschlangen – zum Piepen! Es ist noch gar nicht so lange her, da haben alte Fotos mit solchen Szenen aus der Frühzeit des 3-D-Kinos, also den fünfziger Jahren, heutige Betrachter nur noch belustigt. Nie und nimmer hätten sie geglaubt, dass dies wieder Mode würde, dass Zuschauer millionenfach in 3-D-Spektakel wie „Avatar“ rennen und sich diese drolligen Sehhilfen auf die Nase setzen würden. Und derartig befremdliches Verhalten dann auch noch zu Hause vor dem Bildschirm? Damals noch undenkbar, doch bald schon wahr.

Denn wenn es nach den TV-Herstellern geht, wird die an diesem Freitag beginnende 50. Internationale Funkausstellung (Ifa) in die Geschichte eingehen wie die vor 43 Jahren, als Willy Brandt per Knopfdruck das Farbfernsehen startete. Wieder einmal soll auf der Schau unterm Funkturm eine neue Dimension der Unterhaltungselektronik, die dritte eben, erobert werden. Dass bei der Ifa alle Zeichen auf 3-D stehen würden, sah man schon daran, dass sogar einige Printmedien sich unerwartet in dieser Technik versuchten und Arte die 3-D-Urversion von Alfred Hitchcocks „Bei Anruf Mord“ ausstrahlte. Der Regisseur hielt nicht viel von der Technik, das Studio hatte aber darauf bestanden und den Film dann doch nur zweidimensional ins Kino gebracht: Der 3-D-Boom war wieder abgeflaut.

Aber jetzt ist er wieder da, und alle wichtigen Hersteller präsentieren 3-D-taugliche Fernsehgeräte. Mehr als 50 Geräte gibt es bereits, allein Sony hat zehn im Sortiment (Halle 4.2). Wenn man der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik glaubt, werden mehr als 40 Prozent der Verbraucher in den nächsten drei Jahren einen 3-D-Fernseher kaufen. Bis es so weit ist, kann die neue Technik an den vielen Ständen auf der Ifa ausprobiert werden. Dann müssen die Zuschauer entscheiden, ob sie tatsächlich bereit sind, spezialbebrillt im Wohnzimmer zu sitzen.

Mit einem zweistelligen Flächenwachstum auf rund 134 400 Quadratmeter vermieteter Fläche ist die Ifa zum Jubiläum größer als je zuvor. Bereits das Krisenjahr 2009 meisterte die Messe mit einer stabilen Ausstellerzahl und 228 600 Besuchern. In diesem Jahr werden 1423 Aussteller so viele Produktneuheiten wie nie zuvor präsentieren. Alle Ausstellungsbereiche sind ausgebucht.

Ein Rundgang durch ein komplett vernetztes Haus ist am Sonntag (16 Uhr) in Halle 8.1 möglich. Die Sonderschau „Das E-Haus“ zeigt ein 100 Quadratmeter großes Modellhaus mit all seinen energieeffizienten Details: von der Wärme- und Beleuchtungstechnik über die Tankstelle fürs Elektroauto bis zur intelligenten Strommessung. Ohnehin wird bei der Veranstaltungsreihe „Ifa Tech Watch“ in Halle 5.3 täglich über die technischen Visionen diskutiert. Es geht um Themen wie die nächste Generation von Fernsehern und Haushaltsgegenständen.

Bereits im dritten Jahr präsentiert sich die Ifa als die weltweit einzige Messe für Haushaltselektrogeräte. Die Industrie für „Weiße Ware“ hat die Krise besser überstanden als andere Branchen. In den Messehallen gibt es die effizientesten, sparsamsten und skurrilsten Haushaltsgeräte zu bewundern. Zum Beispiel einen Backofen, der erkennt, wann das Roastbeef oder die Pizza fertig ist (Halle 4.1, Stand 101). Ein Babyphone, bei dem man seinen Liebling nicht nur hören, sondern auch sehen kann (Halle 4.1, Stand 205). Oder das intelligente Dosiersystem für Waschdilettanten, das anhand des Verschmutzungsgrades die richtige Menge Waschpulver berechnet (Halle 3.1, Stand 101).

Wie immer ist das Rahmenprogramm breit gefächert. So sind Sterneköche zu Gast. Den Anfang macht heute um 14 Uhr Johann Lafer in Halle 6.1/Stand 101. Auf der Young-Ifa-Bühne in Halle 7.2c diskutieren jeden Tag junge Besucher mit Stars und Experten über Medien und Politik. Am Montag stellt beispielsweise die Robert-Bosch-Stiftung das Projekt „Du hast die Macht“ vor. Da geht es um die Frage, wie Politik für Kinder spannend aufbereitet werden kann.

Darüber hinaus werden die TV- und Radiosender mit Ständen und Studios vertreten sein. So kann man etwa bei der ARD in Halle 2.2 Schauspieler wie Katrin Sass und Florian Lukas treffen oder die „Tagesschau“-Sprecher Judith Rakers und Jan Hofer bei der Arbeit beobachten. Am Stand von ZDFneo (Halle 6.2) schaut unter anderem Schauspieler Christian Ulmen vorbei. Und im Ifa-Sommergarten lässt am Samstagabend Scooter die Massen tanzen.

Der Tagesspiegel, [03.09.2010]

 
Das Gebäude soll in dieser Zeit rundum erneuert werden - für geschätzte 220 Millionen Euro

Das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin wird voraussichtlich 2013 für zwei Jahre geschlossen, um komplett modernisiert und saniert zu werden. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) kündigte am Donnerstag an, dass der Senat dies im Herbst beschließen werde. Die Abstimmung mit den anderen beteiligten Senatsverwaltungen sei "in der Schlussphase".

Wolf geht davon aus, dass eine schnelle Sanierung auch Kosten spart. Um dies zu erreichen, solle auch das Raumprogramm für das ICC noch einmal überarbeitet werden. Damit die Großkongresse nicht aus Berlin abwandern, erhält die Messe am Standort der Deutschlandhalle einen Ersatzbau, den sie selbst finanziert und der nach der ICC-Sanierung als normale Messehalle fungiert. Vorher muss die Deutschlandhalle abgerissen werden.

Um den Zeitplan zu halten, müsste damit spätestens 2011 begonnen werden. Ursprünglich wollte der Senat das ICC bei laufendem Betrieb über einen Zeitraum von sechs Jahren umbauen, außerdem müssen Asbest und andere Schadstoffe beseitigt werden. Die Messe GmbH setzte sich aber mit ihrer Einschätzung durch, dass eine Sanierung bei laufendem Betrieb nicht möglich ist, ohne den Kongressbetrieb nachhaltig zu schädigen. Die Kosten für die ICC-Sanierung wurden bisher auf rund 220 Millionen Euro geschätzt.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Die Fashion Week soll runter vom Bebelplatz, aber wo genau sie im Januar stattfinden wird, ist noch ungewiss

Niemand will, dass die Fashion Week ausfällt. Aber wo genau sie im Januar stattfinden wird, steht nach dem Beschluss des Kulturausschusses wieder in den Sternen. Wie berichtet, hatte der Ausschuss sich dagegen ausgesprochen, erneut eine Modewoche auf dem Bebelplatz zu veranstalten. Damit hatte der Ausschuss auf eine Petition von mehr als 600 Bürgern und mehreren Kultureinrichtungen reagiert, die verhindern wollen, dass der Platz, unter dem sich das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nazis befindet, weiter für kommerzielle Veranstaltungen genutzt wird.

Über mögliche neue Standorte wurde bereits während der letzten Fashion Week im Juli heftig diskutiert. Sponsoren und Veranstalter haben selbst ein großes Interesse daran, endlich stabile Verhältnisse zu schaffen und einen Ort zu finden, an dem man die Catwalks auch längerfristig zweimal jährlich ins Scheinwerferlicht stellen kann.

Allerdings sah es im Sommer noch so aus, als bleibe ein bisschen mehr Luft zum Suchen. Denn das Bezirksamt Mitte hatte am 23. Juni beschlossen, dass die Fashion Week ein letztes Mal im Januar auf dem Bebelplatz stattfinden dürfe und danach auf die Straße des 17. Juni übersiedeln könne.

„Nun hat sich der Zeitdruck deutlich erhöht“, sagte Senatssprecher Richard Meng. Zwar sei der Beschluss des Kulturausschusses rechtlich nicht bindend. Aber es handele sich um eine politische Willensbekundung, die sehr ernst zu nehmen sei, und der man deshalb nachkommen sollte. Gefragt sei nun die Wirtschaftsverwaltung: „Die muss bei der Suche richtig Druck machen.“

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit gehört zu den Unterstützern der Fashion Week und der Modemessen im Umfeld, denn sie bringen internationales Renommee und jährlich etwa 200 Millionen Euro in die Stadt. Ein Sprecher der Wirtschaftsverwaltung sagte: „Wir werden den Beschluss prüfen und die Gespräche begleiten, sind aber nicht Genehmigungsbehörde.“

Der für die Genehmigung im Bezirksamt Mitte zuständige Stadtrat Ephraim Gothe (SPD) zeigte sich von der neuen Lage überrascht. „Wir sind als Stadt verpflichtet, verlässlich zu sein“, sagte er. Vor dem Beschluss, die Fashion Week im Januar 2011 ein letztes Mal auf dem Bebelplatz stattfinden zu lassen, habe er eine Anhörung veranstaltet mit allen Beteiligten von der Wirtschaftsverwaltung, dem Veranstalter IMG World, des Petitionsausschusses und der Bürgerinitiativen. Dass er als Zuständiger zu der Sitzung des Kulturausschusses nun nicht eingeladen wurde, findet er „merkwürdig“.

Die CDU-Politikerin Monika Grütters sagte als Sprecherin der Initiative Bebelplatz, es gebe „genügend gute Alternativen“. „Unsere Einwände sind hartnäckig ignoriert worden, immer wieder wurden wir um jeweils ein halbes Jahr vertröstet.“ Der brutale Umgang mit Micha Ullmans Denkmal während der Fashion Week müsse nun endlich aufhören.

Die Sponsoren waren von der neuen Lage ebenfalls überrascht. Die zuständigen Mitarbeiter der IMG stecken gerade in den Vorbereitungen zur New Yorker Mercedes-Benz Fashion Week. Der Beschluss des Kulturausschusses hat offensichtlich alle Beteiligten kalt erwischt.

Die als Alternative bislang heiß gehandelte Straße des 17. Juni in der Höhe des Sowjetischen Ehrenmals kommt als Standort frühestens nächsten Sommer infrage, da dort derzeit neue Wasser- und Stromanschlüsse verlegt und Baumreihen gepflanzt werden. Auch der Washington-Platz vor dem Hauptbahnhof war im Gespräch – der aber wird, wie berichtet, bis August nächsten Jahres umgestaltet, fällt also gleich für die nächsten beiden Modewochen im Januar und im Juli 2011 aus.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Neues Grill Restaurant am Kurfürstendamm

Seit 2001 hat sich die UNIVERSUM LOUNGE als Hot Spot im Westberliner Nachtleben unersetzlich gemacht: ein symphatisches Team verzaubert jeden Abend das anspruchsvolle Publikum aus aller Welt mit exquisiten Drinks und einem fabelhaftem Nightfly.

2010 eröffnen wir nun einige Meter weiter das dazugehörige Restaurant, um die Nacht passend angehen zu lassen: Im UNIVERSUM GRILL servieren wir nicht nur die begehrten Cocktails und die gefürchteten Salzmandeln sondern auch eine Auswahl erstklassiger Prime Beef Cuts, Burger aus Neulandzucht sowie Fisch vom Grill. Und alles wird frisch vor den Augen der Fluggäste in der Wohnküche zubereitet. Für gute Drinks ist an der Bordbar bis in die Nacht gesorgt, die cozy Beleuchtung und eine grossartige Aussicht geben Euch in diesem futuristischem Diner Wohlfühlatmosphäre pur und Kraft für die Nacht.

TEAM
Service: Olaf Gutsch
Küche: Miles Watson

Familie Franco Francucci
Kurfürstendamm 90
10709 Berlin
T 4930 327 647 93
F 4930 327 647 95
www.universumgrill.com

 

 
Wieder ein Neustart im Goya am Nollendorfplatz: Dieses Mal sollen regelmäßige Partys den Club retten

Im Goya läuft künftig alles nach einem festen Plan. Drei Partys die Woche. Jeden Donnerstag Disco Fox, Freitag und Sonnabend wechselndes Programm. Ein „Haus für Erwachsene“ solle es werden, sagt Clubmanager Bork Melms, vor allem aber eines, bei dem sich die Gäste auf das Konzept verlassen können. Denn verlassen konnte man sich beim Goya lange auf nichts. „Es schwingt noch viel aus der Vergangenheit mit“, sagt Melms. „Wenn ein Gast erst überlegen muss, ob ein Club auf hat oder nicht, ist das ganz schlecht.“

Um das imposante Theatergebäude am Nollendorfplatz, 1905 erbaut, ehemals Heimat der legendären Diskothek Metropol, gab es ein langes Hin und Her. 2005 hatte eine Aktiengesellschaft um Betreiber Peter Glückstein es umbauen lassen und dort den noblen Club Goya eröffnet. Die spektakuläre Pleite folgt wenige Monate später – die Gäste waren ausgeblieben. Später hatte die Unternehmensberatung Treugast, die auch das Tempodrom auf Vordermann gebracht hatte, das Gebäude gepachtet. Sie veranstaltete dort in unregelmäßigen Abständen hauptsächlich Events mit geladenen Gästen, etwa Firmenpartys. „Man wusste nicht genau, was man wollte“, sagt Bork Melms.

Im März diesen Jahres hat die Nollendorfplatz 5 Betreiber GmbH um Geschäftsführer Michael Andler und Clubmanager Bork Melms das Gebäude übernommen. Zuvor hatte ein anderer Interessent geplant, eine Spielothek zu eröffnen, „bei einem Haus mit so einer Geschichte ein Frevel“, findet Melms. Der 31-Jährige veranstaltete im Goya schon früher seine erfolgreiche Schwulenparty „Propaganda“. Sie findet dort künftig an jedem zweiten Sonnabend im Monat statt.

Andere regelmäßige Events werden etwa eine Schlager- und eine Singleparty sein, außerdem startet die „größte Ü30- Party Berlins“. Einmal im Monat können bei der „16plus-Party“ schon Teenager unter den Kronleuchtern des Tanzsaals feiern, sonst wendet sich der Club an ein gesetzteres Publikum. Den Musik-Mix kennt man aus dem Radio: 70er, 80er, 90er, das Beste von heute. Kein Elektro, kein House. Das neue Goya – den Namen wollten die Betreiber beibehalten, weil er Bekanntheit erlangt hat – positioniert sich bewusst im Mainstream. Alles andere, glaubt Melms, würde nicht funktionieren. „Musik, die nicht jedem gefällt, ist ein großes Wagnis.“ Das habe das Scheitern der Goya AG gezeigt.

Einige Änderungen haben die Betreiber im Vorfeld der neuen Saison vorgenommen: Die Lampen leuchten jetzt energiesparend, die Getränke kosten im Durchschnitt einen Euro weniger, die Klimaanlage funktioniert wieder. Die Gäste sollen sich wohlfühlen – und wiederkommen.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Die Bahn kann in Zukunft noch weniger Wagen pro Zug einsetzen als geplant

Die Rückkehr zum Normalfahrplan mit Betrieb auf allen Linien wird für die S-Bahn immer mehr zur Utopie. Jetzt muss sie ab Oktober den Einsatz der betriebsfähigen Fahrzeuge so anpassen, dass bei diesen Wagen die Bremssandbehälter täglich geprüft werden können, was zu längeren Abstellzeiten führt. Bisher gab es eine Frist zwischen 7 und 14 Tagen. Wegen der häufigeren Kontrollen können dann noch weniger Wagen eingesetzt werden als bisher. Der Bahnkonzern, bei dem Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) interveniert hatte, teilte ihr mit, dass man erst Anfang Oktober imstande sei, zu sagen, wie viele Wagen die S-Bahn in den folgenden Wochen einsetzen könne. Der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, bezeichnete dies als einen „unternehmerischen Offenbarungseid.“

Schon jetzt kann die S-Bahn weniger Züge fahren lassen, als im Notbetrieb geplant war, weil sie auf neue Achsen und Räder warten müsse, für die es bei den Herstellern lange Lieferfristen gebe. Unverdrossen verkündet das Unternehmen aber weiter, nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember zum Normalbetrieb zurückkehren zu wollen – allerdings weiter mit kürzeren Zügen als üblich. Junge-Reyer sagt dazu, sie glaube bei der Bahn nur noch, was sie auch sehe.

Die tägliche Prüfung der Bremsbehälter ist eine späte Folge eines Auffahrunfalls im November 2006. Im Bahnhof Südkreuz war damals eine S-Bahn gegen ein abgestelltes Prüffahrzeug geprallt; mehr als 30 Fahrgäste waren verletzt worden. Der Triebfahrzeugfahrer hatte zwar heftig gebremst, allerdings war der Behälter für den Bremssand leer, der bei Gefahrenbremsungen auf die Schiene gestreut wird, um die Bremswirkung zu erhöhen. Warum die Behälter aber erst jetzt täglich kontrolliert werden, beantwortete weder das EBA noch die S-Bahn. Im Regionalverkehr sind tägliche Kontrollen üblich. Die Probleme seien seit langem bekannt, kritisierte Franz. Das neuerliche Desaster lasse sich damit nicht begründen.

Weil auch die Bremssteuerung der Fahrzeuge der neuesten Baureihe 481 konstruktionsbedingt bei Notbremsungen nicht optimal funktioniert, muss zudem die Software angepasst werden. Auch dies war nach dem Unfall schnell klar. Bis heute gibt es dafür aber noch keine Lösung. Die S-Bahn hofft, vor Jahresende eine Lösung gemeinsam mit dem Eisenbahn-Bundesamt finden zu können. Danach müssen die 500 Doppelwagen umgebaut werden, was wiederum zu längeren Aufenthalten in den Werkstätten führen wird.

Erst nach einem Umbau der Bremssteuerung dürfen die Züge wieder mit vollem Tempo fahren. Nach dem Unfall 2006 – und nach dem Ausfall der Zwangsbremsung bei der Vorbeifahrt an einem Halt zeigenden Signal – hatte das Eisenbahn-Bundesamt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 80 km/h reduziert.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Der neue Platzhirsch ist da

Nein: Oliver Eller, der neue 43-jährige Adlon-Direktor, ist kein Revolutionär, er wird aus dem Prunkhaus garantiert kein Hostel mit Matratzenlager machen. Aber: „Wenn es nur darum ginge, alles weiterlaufen zu lassen wie bisher, hätte ich nicht geholt werden müssen.“ Was er nun alles ändern will, darüber schweigt er noch diskret, doch es geht um die Erlebnisqualität, darum, den Service des Hotels in all seinen Möglichkeiten zu zeigen. Er sei, stellt er klar, jedenfalls nicht gekommen, um den Personalstand zu reduzieren. Und da er sich durch seine Körperform durchaus als Genießer zu erkennen gibt, wird man wohl auch um die anspruchsvolle Gastronomie des Hauses keine Angst haben müssen.

Eller, bislang Generaldirektor des Moskauer Ritz-Carlton, war zuvor auch schon im Ritz-Carlton Schlosshotel und im Ritz am Potsdamer Platz tätig. Er hat eine separate Wohnung im Adlon bezogen, sieht sich als immer ansprechbaren Teamplayer – und gibt zu Protokoll, dass er außer dem Kempinski-Vorstand nur Lisa, seiner achtjährigen Tochter aus erster Ehe, zu Willen sei. Mit ihr war er kürzlich in Paris und wählte, natürlich, ein Hotelzimmer mit Blick auf den Eiffelturm. Warum er das erzählt? Um klarzumachen, dass es in Berlin gewiss gut geführte Luxushotels gebe – aber nur eins am Pariser Platz mit Blick aufs Brandenburger Tor. „Lage, Lage, Lage“, das ist für ihn der entscheidende Punkt, da komme die Konkurrenz nicht heran.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 

 
Das Kunsthaus an der Oranienburger Straße in Mitte ist in dem kommenden Wochen von der Räumung bedroht

Die Gruppe Tacheles will den Verkauf des gleichnamigen Kunsthauses in Mitte für nichtig erklären lassen. Ob bei der Veräußerung des knapp 24.000 Quadratmeter großen Areals durch die Treuhand an einen privaten Investor schwerwiegende Fehler gemacht worden seien, werde derzeit durch Eingaben beim Bundesrechnungshof, der Senatsfinanzverwaltung und dem Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses geprüft, teilte die Gruppe am Mittwoch mit.

Nach einer von der Tacheles Gruppe in Auftrag gegebenen rechtlichen Stellungnahme der Kanzlei SKW Schwarz wurde beim Verkauf des Grundstücks an die Fundus GmbH 1998 von der Verwaltung nicht ausreichend geprüft, ob das Immobilienunternehmen das Vorhaben wirtschaftlich realisieren kann. Dies könnte nach Auffassung der Autoren zur Folge haben, dass ein sogenannter Investitionsvorrangbescheid generell nichtig ist und das Gelände an den Bund zurückfällt. Die Fundus-Gruppe hatte den Sachverhalt als "völlig unzutreffend" zurückgewiesen.

Dem vor allem bei Touristen beliebten Kunsthaus in der Oranienburger Straße droht in den kommenden Wochen die Zwangsversteigerung. Die mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH Nordbank möchte das Tacheles als Gläubigerin der Fundus GmbH veräußern. Dagegen wehren sich der Verein Tacheles und die Gruppe Tacheles, in der knapp die Hälfte der Künstler, Gastronomen und Projekte in dem Kunsthaus organisiert sind.

Im Falle eines Erfolges planen die Künstler der Gruppe Tacheles nach eigenen Angaben die Errichtung eines gewaltigen Kranzes aus Kriegsschrott und nachgebauten Teilen der Berliner Mauer über dem Areal. Er soll einen Durchmesser von 130 Meter haben und über 2000 Tonnen wiegen. Eine symbolische Grundsteinlegung soll am 3. Oktober stattfinden.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Einigkeit bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen: Tourismus kann für die Hauptstadt zum "Retter in der Finanznot" werden

Berlin wird wachsen. Mit Tourismus, Elektroautos, schnellem Internet und Gesundheit sollen laut der McKinsey-Studie „Berlin 2020“ 160.000 neue Jobs in der Hauptstadt entstehen. Ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel, meint Katrin Suder, Leiterin des Berliner McKinsey-Büros.

Insbesondere über das Wachstumspotential des Tourismus diskutierten jetzt Vertreter verschiedener Branchen unter dem Titel „Berlin-Tourismus: Retter der Finanznot?“ im Rahmen der Berliner Wirtschaftsgespräche. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass Berlin auch in Zukunft ein beliebtes Urlaubsziel ist. Es bleibe aber der „härteste Hotelmarkt der Welt“, betonte Burkard Kieker, Geschäftsführer von Berlin Tourismus Marketing GmbH. Er befürchte in diesem Bereich eine Blase.

Dennoch könnten im nächsten Jahrzehnt bis zu 500.000 neue Jobs geschaffen werden. Neben dem Tourismus, dem mit einem Jobvolumen von bis zu 115.000 möglichen Stellen die Spitze der Liste potenzieller Wachstumsbranchen reserviert bleibt, reihen sich außerdem die Elektromobilität, die Informations- und Kommunikationstechnologie und die Gesundheit ein. Schon heute beschäftigt die Tourismusbranche mit 160.000 Arbeitsplätzen 10% aller Erwerbstätigen der Stadt und ist damit Berlins größter Jobmotor. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müssen neue Besuchergruppen wie beispielsweise junge Familien oder Senioren gewonnen werden, sagt Jasper zu Putlitz, der Tourismusexperte bei McKinsey. Gelingen könnte das durch die Kombination von Kultur- und Erholungsreisen und den Ausbau der Messe- und Kongresskapazitäten. Schulklassen, Jugendgruppen und Wochenendabenteurer kommen jetzt schon gern in die Hauptstadt. Das internationale Besucherprofil wird von Westeuropäern und Amerikanern bestimmt. Eine Öffnung für Besucher aus Osteuropa und Fernost birgt ein enormes Potential, meint zu Putlitz.

Die gute Nachricht des Abends: Vor allem in Schwellenländern wie Indien oder China nehme das Interesse an Berlin bereits weiter zu.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 

 
Das Hotel Savoy Berlin fördert Jazz

Name, Tradition und Lage verpflichten: Das Hotel Savoy Berlin will ab diesem Jahr sein kulturelles Engagement vor allem dem Thema Jazz widmen. Ab September heißt es als Hommage an den berühmten Ballroom im New York der 1920er- bis 1950er-Jahre "Stomping@Savoy". Das Hotel, das seit seiner Gründung in den 1930er-Jahren ein Treffpunkt der Berliner Kulturszene und ihrer Besucher war und ist, will den Jazz in der Hauptstadt fördern und eine Plattform für diese Musiksparte bieten. Dazu kooperiert das Savoy Berlin mit dem Jazz-Institut Berlin, der Hauptstadt- Nachwuchsschmiede für Musiker, und dem JazzFest Berlin, dem jährlichen Treffpunkt der internationalen Jazz-Elite.

Ab Oktober finden im Rahmen von "Stomping@Savoy" regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen statt. Für Nichtberliner bietet das Hotel spezielle Übernachtungsarrangements zu diesen Anlässen an. Für alle, die zu den Event-Terminen keine Zeit haben, gibt es die Möglichkeit, die pulsierende Jazz-Szene im Rahmen von speziellen Arrangements kennenzulernen.

Und wer ganz ins Jazz-Feeling eintauchen will, sollte die Henry Miller Suite buchen: In der nach der Schriftstellerikone des Jazz Age benannten Suite stellt das Savoy Berlin alles zur Verfügung, was das Musikliebhaberherz höher schlagen lässt. Von umfangreicher Literatur zum Thema Jazz über eine exemplarische Musiksammlung bis zur Musikanlage, mit der die Stücke, die gerade live in einem nahe gelegenen Club gespielt wurden, noch mal bei einem guten Glas Whisky und im luxuriösen Rahmen der eigenen vier Wände nachgehört werden können.

Das traditionsreiche Haus in der Fasanenstraße liegt quasi im Schnittpunkt der Hauptstadt-Jazz- Locations: Direkt gegenüber liegt das Quasimodo, seit den 1960er-Jahren legendärer Club neben dem Theater des Westens, das A-Trane, Spielort zahlreicher Jazz-Größen, ist nur wenige Gehminuten entfernt und das Haus der Berliner Festspiele befindet sich ebenfalls in der Nähe.

Das Savoy Berlin fördert junge Talente des Jazz-Instituts Berlin

Mit dem Jazz-Institut Berlin (www.jazz-institut-berlin.de) wird das Savoy Berlin Konzerte veranstalten, auf denen junge Musiker die Chance bekommen, mit etablierten Künstlern aufzutreten. Den Erlös aller Veranstaltungen im Savoy Berlin stellt das Hotelmanagement dem Jazz-Institut Berlin zur Verfügung, um einzelne Projekte oder auch junge Musiker zum Beispiel aus dem Ausland zu unterstützen. Den Auftakt dieser Reihe macht am 7. Oktober ein Konzert mit dem Saxophonisten Peter Weniger, dem künstlerischen Direktor des Jazz-Instituts Berlin, und dem Vibraphonisten David Friedman. Weniger und Friedman stellen ihre neue CD „Retro“ vor. Am 17. Dezember spielt der etablierte Musiker Peter Weniger dann einen ganzen Abend mit seinen Studenten im Rahmen einer speziellen X-mas-Jam-Session.

Das Savoy Berlin ist Meeting Point während des JazzFests Berlin

Mit dem JazzFest Berlin, dem jährlichen Treffpunkt internationaler Stars der Szene, hat das Savoy Berlin neben dem Jazz-Institut Berlin einen Partner gefunden, der für die Qualität des Projekts "Stomping@Savoy" bürgt. Erstmalig wird das Hotel in der Fasanenstraße, gegenüber dem legendären Club Quasimodo und nicht weit vom Jazztreff A-Trane, zum Meeting Point der Künstler des JazzFests Berlin (3. – 7.11.2010). Die Musiker finden hier einen exklusiven Lounge-Bereich vor, in dem sie entspannen, Kollegen und Journalisten treffen oder sich auf den nächsten Auftritt vorbereiten können.

Für Musikliebhaber gibt es außerdem im Rahmen des Festivals zwei Veranstaltungen im Savoy: Am 5. November tritt Jean-Pierre Froehly, Gitarrist und "Aussenamts-Mitarbieter" – der als solcher bereits "jAAzz", die Band des Auswärtigen Amtes leitete – auf. Unter dem Titel "Jean-Pierre Froehly Trio meets Malte Dürrschnabel" bittet er mit seinem handverlesenen Trio als Hausband im Savoy Berlin ganz diplomatisch zu einem "Date at eight" der entspannten Art. Das Trio aus Gitarre, Piano und Bass bringt einen Gast mit, den Flötisten Malte Dürrschnabel.

Einen der Gründerväter des deutschen Jazz können Fans am 3. November in einem Jazz-Talk erleben: Publizist Siegfried Schmidt-Joos stimmt am Vorabend des Festivals im Gespräch mit Jazz- Legende Emil Mangelsdorff ein auf den Dokumentarfilm "Blues March", zu dem der Alt-Saxophonist und sein Pianist Thilo Wagner die Musik beisteuerten, ein. "Blues March" ist ein filmisches Porträt des Jazzsängers Jon Hendricks, der als schwarzer GI im Zweiten Weltkrieg für die USA und dabei an zwei Fronten kämpfen musste – einmal gegen Nazideutschland und zum andern gegen den Rassismus in den eigenen Reihen. Im Anschluss wird der Film im Haus der Berliner Festspiele gezeigt – gefolgt von einem Spätkonzert des Mangelsdorff Quartetts zum Abschluss des Themenabends.

Die Veranstaltungen 2010:

7.10.2010, 20.00 Uhr Konzert Duo Elegance mit Peter Weniger und David Friedman
Eintritt: 15,00 Euro, ermäßigter Eintritt für Studenten 7,00 Euro,
Einlass ab 19.00 Uhr
3.11.2010, 18.00 Uhr Jazz-Talk „Two for the Blues“ mit Emil Mangelsdorff und Siegfried Schmid-Joos
Eintritt: kostenfrei, Einlass ab 17.00 Uhr
5.11.2010, 20.00 Uhr Konzert Jean-Pierre Froehly und Musiker
Eintritt: 15,00 Euro, Einlass ab 19.00 Uhr
17.12.2010, 20.00 Uhr X-mas Jazz-Jam-Session mit Peter Weniger und Studenten des Jazz-Instituts Berlin
Eintritt: 15,00 Euro, ermäßigter Eintritt für Studenten 7,00 Euro,
Einlass ab 19.00 Uhr.

Die Arrangements:

All that jazz in Berlin

Wer Jazz liebt, dem bietet das Savoy Berlin die Möglichkeit, ein Wochenende lang ganz in die Hauptstadt-Jazz-Szene einzutauchen: Das Arrangement beinhaltet zwei Übernachtungen in der eleganten Henry Miller Suite, die mit einer Bibliothek und einer ausgewählten Musiksammlung auf das Thema Jazz einstimmt, das reichhaltige Frühstücksbuffet am Morgen und eine Flasche Mineralwasser auf dem Zimmer. Die perfekte Einstimmung auf das Jazz-Wochenende bietet der Welcome Drink in der "Times Bar", in der schon zahlreiche Musikgrößen vor oder nach ihrem Auftritt auf Berliner Bühnen entspannten. Wer will, kann sich in der "Casa del Habano", dem an die Bar angeschlossenen Geschäft für Zigarrenliebhaber, beraten lassen. Höhepunkt des Aufenthalts ist der Abend in einem der bekanntesten Jazz-Clubs Berlins – der Eintritt zum A-Trane, das sich nur wenige Gehminuten vom Savoy Berlin entfernt befindet, ist bereits im Preis enthalten. Und da Jazz-Nächte lang sind, können die Gäste am Abreisetag bis 16.00 Uhr die Annehmlichkeiten ihrer Suite genießen. Das Angebot inklusive aller Leistungen und 10 Prozent Preisnachlass auf den Verzehr im Restaurant "Weinrot" oder auf einen Einkauf in der "Casa del Habano" ist ab 275,00 Euro pro Person buchbar (437 Euro bei Einzelbelegung).

Jazz Age pur – die Henry Miller Suite

Die Henry Miller Suite hat alles, was das Jazz-Liebhaberherz begehrt: Bücher mit Hintergrundinfos zum Thema, eine Musiksammlung zum Einhören und ein Ambiente, das von Eleganz und Stil geprägt ist. Eine Nacht in der Suite kostet ab 226,00 Euro im Doppelzimmer inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet im Restaurant "Weinrot".

Zum JazzFest im Savoy Berlin übernachten

Wer sich für Jazz interessiert, sollte am Wochenende vom 3. bis 7. November 2010 in Berlin sein. Den perfekten Ausgangspunkt für die Spielstätten des JazzFests bietet das Savoy Berlin. Im Zeitraum des JazzFests bietet das Hotel ein Arrangement inklusive drei Übernachtungen im Doppelzimmer, Frühstücksbuffet im Restaurant "Weinrot" und Eintritt zum Konzert von Jean-Pierre Froehly (5.11.) oder zum Jazz-Talk zum Film "Blues March" mit Emil Mangelsdorff und Siegfried Schmid-Joos (3.11.). Das Angebot kann ab 271,50 Euro pro Person im Doppelzimmer gebucht werden.

 

 
9. Antikmeile in der Suarezstraße

Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen besucht am Samstag, den 04.09.2010, um 16:00 Uhr die Antikmeile in der Suarezstraße. Die Werbegemeinschaft Suarezstraße veranstaltet von 12:00 bis 20:00 Uhr die 9. Antikmeile in der Suarezstraße, Windscheidstraße und Pestalozzistraße zwischen Kantstraße und Sophie-Charlotte-Platz. Diesmal heißt das Motto "Wir fallen alle aus dem Rahmen". Unter anderem spielen die BigBand "The Swinging Devils" und es gibt Jazz und Blues der 20er und 30er Jahre mit "Mick´s Washboard".

Das Scharniertheater aus Hannover spielt mit Hund Pino, es wird Mode im Wandel der Zeiten gezeigt und natürlich gibt es auch Antiquitäten.

 

 
3-Gang-Responsible Business Menü im Restaurant HEat

Das Restaurant HEat lädt im September zu einer kulinarischen Reise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz ein und Sie können sich für einen "Guten Zweck" engagieren und dinieren.

Küchenchef Mike Prenzlow und sein Team empfehlen:

Bündnerfleisch
an knackigen Blattsalaten und frischem Graubrot

Österreichische Erdäpfelsuppe
mit knusprigem Bauchspeck

Tiroler Käsespätzle
Hausgemachte Käsespätzle mit karamellisierten Zwiebeln

Züricher Geschnetzeltes
vom Schweizer Hochwiesenkalb mit Berner Rösti

Gebratenes Filet vom Bachsaibling
an leichtem Chablisschaum, serviert mit jungem Gemüse und Reistalern

Tripple vom Topfenknödel
Marille-, Nougat- und Erdbeertopfenknödel mit Bourbonvanille

Wie jedes Jahr im September findet im HEat sowie in allen Hotels der Rezidor Hotel Group der "Responsible Business Action Month" statt.

Seit vielen Jahren engagiert sich Rezidor für eine umweltverträgliche Entwicklung und übernimmt Verantwortung für die Umwelt und die lokale Gemeinschaft. In 2001 wurde dieses Engagement verstärkt und in einem Rahmenprogramm genannt "Responsible Business" umgesetzt. Gemeinsam mit anderen Häusern unserer Hotelkette unterstützt das Radisson Blu Hotel in Berlin die internationale Hilfsorganisation "World Childhood Foundation", deren Schirmherrin Königin Silvia von Schweden ist. In unterschiedlichen Projekten setzt sie sich für die Rechte hilfsbedürftiger und ausgebeuteter Kinder auf der ganzen Welt ein.

3-Gang-Responsible Business Menü

Junger Feldsalat mit krossem Speck an Bataten Chips
und Luminer Lammfilet mit Fourme d´Ambert Dressing

Gefüllte Maispoulardenbrust mit Pilz Duxelles
auf Tomaten-Rucola-Gnocchis

Crème Brûlée von der Tonkabohne,
am Tisch flambiert mit Heidelbeerkompott

Das Heat-Team freut sich auf Ihren Besuch.

 
Entdecken Sie die Welt von M·A·C COSMETICS

Ab dem 3. September 2010 können Sie die inspirierenden Make-up Trends, wie den aktuellen katzenartigen Herbstlook "Fabulous Felines" erleben. Lassen Sie sich von dem einzigartigen Pop-up Store in Ihrer Galeria Kaufhof am Alexanderplatz von M·A·C verzaubern.

 

 
Weltpremiere am 2. September 2010 im FriedrichstadtPalast

Der Show-Tornado nimmt unaufhaltsam Kurs auf Berlin. Mit "Yma - zu schön, um wahr zu sein" feiert der FriedrichstadtPalast in zwei Tagen die wohl bedeutendste europäische Show-Premiere des Jahres und das Interesse des Publikums ist enorm: "Wir haben jetzt schon über 110.000 Tickets verkauft", freut sich Dr. Berndt Schmidt, Intendant des FriedrichstadtPalastes und Produzent der neuen Show. "Wir merken, dass jeder mit Spannung erwartet, was im FriedrichstadtPalast gezeigt wird", so Schmidt.

Auch bei den Prominenten ist das Interesse groß. Neben zahlreichen Mitgliedern des Deutschen Bundestages, vielen Exzellenzen der Botschaften in Berlin und Berliner Senatoren haben nach jetzigem Stand ihr Kommen unter anderem ebenfalls zugesagt (in alphabetischer Reihenfolge): Wolfgang Bahro, Inka Bause, Senatorin Carola Bluhm, Caroline Beil, Ullrich Deppendorf, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Kim Fisher, Ulrike Frank, Dagmar Frederic, Jil Funke, Thomas Hermanns, Andrej Hermlin, Isabell Horn, Wolfgang Kohlhaase, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Maja Maneiro, Kristin Meyer, Ulrich Meyer, Michael Michalsky, Dr. Brigitte Mohn, der Präsident des Abgeordnetenhauses Walter Momper, Nana, Carmen Nebel, Natascha Ochsenknecht, Anouschka Renzi, Katja Riemann, Kulturstaatssekretär André Schmitz, Susan Sideropoulos, Susanne Uhlen und der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit.

Knapp 600 Menschen haben an dieser Mega-Produktion auf der größten Theaterbühne der Welt mitgearbeitet. Allein jedes Girlreihen-Kostüm wurde in Handarbeit mit circa 200 Glitzersteinen bestickt. Auch das Bühnenbild ist nicht minder beeindruckend: 312.000 LED-Lampen bringen die Bühne zum Strahlen, ein zehn Meter hoher Boxenturm mit fast vier Tonnen Gewicht wird aufgefahren oder auch eine Röhre für Feuerartistik mit einem Durchmesser von acht Metern.

Für den Premierenansturm hat sich der FriedrichstadtPalast gewappnet: Erstmals wird in Kooperation mit "in Das STAR & STYLE Magazin" vom Roten Teppich live ins Internet berichtet. Was auf diesen insgesamt knapp 70 Metern roten Stoffs passiert, können Sie am Premierenabend auf der Website des FriedrichstadtPalastes unter www.show-palace.eu und unter www.in-starmagazin.de verfolgen.

Fotos: Stephan Gustavus

 
Mit Seegurke und Kolibri: Am Mittwoch eröffnet Meisterkoch Tim Raue sein neues Restaurant in der Rudi-Dutschke-Straße

Vermutlich ist Tim Raue gut beraten, nicht einseitig auf eine Karriere als TV-Koch zu setzen. Die Quoten für „Deutschlands Meisterkoch“ am ersten Sendetag waren alles andere als berauschend, und er selbst betont ja immer wieder, dass er die Rolle als Kochlöffel-Terminator nur angenommen habe, weil er gerade Zeit hatte beim Warten aufs neue Restaurant. Das er nun, teilweise finanziert durch die TV-Einkünfte, am morgigen Mittwoch auch tatsächlich eröffnen will.

Es gab ein paar Probleme auf diesem Weg, doch nun verspricht er, es sei alles gerichtet in den ehemaligen Räumen der Galerie Crone in der Rudi-DutschkeStraße 26, gleich beim Checkpoint Charlie. Obwohl erstmals ganz allein verantwortlich für die finanzielle Seite, gibt er, wie man unter Köchen sagt, ordentlich Gas und knüpft dort an, wo er im „Ma“ aufgehört hatte. Die kühle Küche des spanischen Herstellers Garcia Casademont ist die Voraussetzung, und in ihr wird beispielsweise ein großes Menü gekocht, das weltstädtische 148 Euro kostet und wie bisher mit allem gespickt ist, was die asiatisch inspirierte Küche des 36-jährigen Meisters ausmacht.

„Wer will, was er muss, ist frei“ lautet sein knappes Lebensmotto, und so ist er so frei, Seegurke und Abalone und Schweinekinn und feinstes Rindfleisch zu servieren, verarbeitet mit japanischem Qualitätsanspruch, thailändischer Aromatik und chinesischer Technik. An seiner Seite steht sein langjähriger Mitstreiter Steve Karlsch, und auch Restaurantleiter Andre Macionga kommt aus dem „Ma“; schließlich ist davon auszugehen, dass sich auch Marie-Anne Raue als Gastgeberin wieder mehr entfalten wird.

Das Restaurant selbst heißt schlicht „Restaurant Tim Raue“, über die Website flattert ein stilisierter Kolibri, der für Leichtigkeit und Freiheit stehen soll. Der quadratische Raum ist schlicht gestaltet ohne den MA-Luxus, und bietet 42 Plätze, dazu weitere zehn an einem „Krug Table“ direkt vor der verglasten Küche. Dazu gibt es noch allerhand Raum hinter der breiten Nussbaum-Treppe im Untergeschoss, wo eine Mischung aus Bar und Kochschule entstanden ist, in der auch kleinere Gruppen separat essen können.

Restaurant Tim Raue, Rudi-DutschkeStraße 26, Kreuzberg, Di–Sa 12–14 und 19–22 Uhr, Tel. 25937930

Der Tagesspiegel, [31.08.2010]

 
Falk Walter gibt nicht auf: Der Betreiber des Admiralspalasts will das Traditionshaus mit einem Vermittler aus Senatskreisen oder der Handelskammer retten

Eine Dreiviertelstunde hat Falk Walter monologisiert, dann schiebt ihm seine Pressereferentin einen Zettel hin: "Bitte nicht abschweifen." Der Chef des Admiralspalastes ist aber nicht zu bremsen. Nach Monaten des Schweigens soll endlich die Wahrheit über das Geschachere an der Friedrichstraße ans Licht. Und die ist nun mal sehr vielschichtig.

Die Betreibergesellschaft des Admiralspalastes, deren Geschäftsführer Falk Walter ist, befindet sich in der vorläufigen Insolvenz. Die Miete für das Haus, mit 1,7 Millionen Euro im Jahr ziemlich hoch, konnte durch die Einnahmen nicht erwirtschaftet werden. Bis zum November soll nun geklärt werden, ob der Bühnen- und Barbetrieb fortbestehen kann. Zuvor hatten die Eigentümer des Admiralspalastes der Betreibergesellschaft fristlos gekündigt und einen gerichtlichen Räumungsbefehl zum 22. September erwirkt. Diese „Vollstreckungsmaßnahme“ sei durch das Insolvenzverfahren aber eingestellt worden, erklärte Udo Feser, vorläufiger Insolvenzverwalter.

Die Eigentümer, zu denen in Doppelfunktion Falk Walter selbst gehört, sind bereits seit Jahren heftig zerstritten. Walter möchte das Haus nach seinen Vorstellungen ausbauen, die Mehrheit der Eigentümer setzt dagegen auf externe Investoren. Sie werfen Walter vor, das Potenzial des Hauses nicht auszuschöpfen und dadurch auf erhebliche Einnahmen zu verzichten. Konkret geht es um das Admiralsbad, das ursprünglich eines der Hauptattraktionen sein sollte, bis heute aber nur als Architektenskizze existiert. Auch der große Klub im Keller blieb im Rohbau stecken.
2005 war die Welt noch in Ordnung. Die Eigentümer, acht Freunde aus der Berliner Kulturszene, darunter Falk Walter selbst, hatten das ehemalige Metropol-Theater vom Land für eine Million Euro erworben. Damals jubelte das Feuilleton, denn dem denkmalgeschützten Juwel drohte der Abriss. Nur ein genialer Kuturvermarkter wie Falk Walter schien dem maroden Theaterbau wieder Leben einhauchen zu können. Heute spricht Walter von einer „gemeinschaftlichen Fehleinschätzung“.

Die Eigentümer steckten mehr als 15 Millionen Euro in die Sanierung, daraus ergab sich ein jährlicher Finanzbedarf für Zins und Tilgung der Kredite von rund 1,7 Millionen Euro. So viel Geld musste der Hauptmieter Falk Walter also erwirtschaften, was sich bald als unmöglich erwies. 2008 riss einigen Eigentümern der Geduldsfaden. Sie forderten Walter zur Zahlung ausstehender Mieten auf. Der revanchierte sich mit Rechnungen für eigene Bauleistungen.

Walter unterstellt der Mehrheit der Eigentümer inzwischen spekulative Absichten. Sie wollten ihn herausdrängen, um das Gebäude als Edelimmobilie vermarkten zu können, beispielsweise als Kongresshotel. „Dann wäre das Haus 50 Millionen Euro wert.“ 2015 werde die im Kaufvertrag festgehaltene Klausel einer kulturellen Nutzung auslaufen. „Das ist hanebüchen“, erwidert Hans Christian Steinmüller, Sprecher der Eigentümer. „Das Haus steht unter Denkmalschutz. Da kann man kein Kongresszentrum draus machen.“ Durchaus möglich sei aber die Vermietung einzelner Etagen als Bürofläche. Das habe Walter bisher blockiert.

Der Senat verfolgt das Geschehene aus der Ferne. „Bisher gab es keine Anfragen an uns“, sagt Kulturstaatssekretär André Schmitz. Eine Vermittlerrolle könne er sich vorstellen, öffentliche Zuschüsse eher nicht. Falk Walter habe „eine gute Arbeit geleistet“. Und: „Es gibt ein klares Bekenntnis zum Kulturstandort Admiralspalast.“

Der Tagesspiegel, [30.08.2010]

 
The Art of Tolerance in Helsinki

Vom 01. September bis zum 26. Oktober 2010 werden die United Buddy Bears erstmals in Nordeuropa zu Gast sein: Helsinki, Finnland, ist die 20. Station der Welttournee.

Die Ausstellung wird von der Deutschen Botschaft, der Buddy Bär Berlin GmbH und dem Goethe-Institut Finnland mit Unterstützung der Stadt Helsinki und DB Schenker veranstaltet. Die Schirmherrschaft trägt der Oberbürgermeister von Helsinki, Jussi Pajunen.

Feierliche Eröffnung

Am 01. September 2010 wird die Ausstellung feierlich durch Jussi Pajunen (Oberbürgermeister von Helsinki und Schirmherr der Ausstellung), Dr. Peter Scholz ( Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Finnland), Göran Aberg (DB Schenker OY), Christine Haderthauer (Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ) sowie Eva und Dr. Klaus Herlitz (Initiatoren des Projektes) um 16.00 Uhr auf dem Senatsplatz (Senaatintori) in Helsinki eröffnet.

Unter den rund 1.000 erwarteten Gästen werden neben Botschaftern, Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur auch zahlreiche Journalisten sein.

Fotowettbewerb: United Buddy Bears und visitBerlin.de prämieren das schönste Ausstellungsfoto

Während der Ausstellung findet ein Fotowettbewerb statt, bei dem das originellste auf dem Senatsplatz gemachte Bild mit einer Berlin-Reise für zwei Personen prämiert wird. Die Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb finden sich unter der Webanschrift www.ubb-helsinki.com.

 
Tweedhosen ab € 117,-

Ab Donnerstag, den 2.September 2010 eröffnet Boyz-r-us einen Drykorn-Fashion-Shop.

Die aktuelle Drykorn-Männerkollektion ist da: Anzüge - Mäntel - Sakkos - Hosen Strick - Shirts - Schals - Tücher.

Angebot: Tweedhosen ab € 117,-

 
Bis zum Frühjahr will die Bahn die letzten freien Flächen in den Bügelbauten des Hauptbahnhofes vermietet haben

Fünf Jahre nach der Eröffnung soll der Hauptbahnhof im nächsten Frühjahr komplett sein. Dann sollen auch die letzten Flächen in den zwei sogenannten Bügelbauten, die die Ost-West-Gleise überspannen, vermietet sein, wie die Bahn am Montag ankündigte. Den Einzug der eigenen Mitarbeiter will der Konzern bis zum Jahresende abgeschlossen haben. Die Bahn nutzt drei Viertel der Flächen, der Rest wird vermietet. Hierzu gebe es „gute Gespräche“, heißt es bei der Bahn.

Ursprünglich hatte der Konzern geplant, die 46 000 Quadratmeter in den Bügelbauten komplett zu vermieten. Büros und Hotels waren vorgesehen. Doch Interessenten, die in die teuren Gebäude – die Bügelbauten haben rund 200 Millionen Euro gekostet – einziehen sollten, fanden sich nicht. Hotels gibt es stattdessen rund um den Hauptbahnhof. Das erste auf der Südseite ist bereits eröffnet, ein zweites ist in Bau, und ein dritter Komplex direkt auf der Nordseite des Glaspalastes ist geplant.

Weil sich keine Mieter für die Flächen in den Bügelbauten finden ließen, entschloss sich die Bahn, selbst einzuziehen. Damit ließ sie sich aber Zeit; der Innenausbau begann erst Jahre nach der Inbetriebnahme des Bahnhofs, der Ende Mai 2006 eröffnet wurde. Denn auch nach der Entscheidung gab es ein langes Hin und Her, bis klar war, welche Bereiche am Hauptbahnhof residieren sollten.

Selbst als Sitz der Zentrale waren die Bügelbauten im Gespräch; dann wieder wurde erwogen, für den Vorstand ein neues würfelförmiges Gebäude auf dem südlichen Washingtonplatz zu errichten. Doch schließlich entschied sich der Konzern, seine Zentrale doch im gläsernen Hochhaus am Potsdamer Platz zu belassen; der Mietvertrag konnte zu vergünstigten Konditionen verlängert werden.

In die repräsentativen Bügelbauten am Hauptbahnhof dürfen nun vorwiegend die Mitarbeiter des Bereichs Station und Service einziehen, die deutschlandweit die Bahnhöfe betreuen. Zu den ersten Nutzern gehört auch die Bundespolizei, deren Inspektion Berlin-Hauptbahnhof nun auch dort residiert. Am Montag wurden offiziell die Schlüssel übergeben. Zuvor waren die rund 25 Führungskräfte der Inspektion mehr schlecht als recht am Bahnhof Zoo untergebracht.

Die Bundespolizeiinspektion Berlin-Hauptbahnhof betreut nicht nur rund 180 Bahnhöfe und Gleisanlagen in Berlin und Brandenburg. Sie ist auch für die sogenannten Sonderlagen zuständig, zu denen Staatsbesuche im benachbarten Regierungsviertel ebenso gehören wie Veranstaltungen im Olympiastadion oder Demonstrationen in Bahnhofsnähe.

Der Hauptbahnhof wird einer der drei Standorte, auf die die Bahn sich in Berlin konzentrieren will. Neben dem Bahn-Tower am Potsdamer Platz gehört dazu noch das Quartier am Nordbahnhof. Dort sitzen bereits rund 2400 Mitarbeiter; ein weiterer Komplex für 1300 Mitarbeiter soll im Dezember bezogen werden. Begeistert sind die meisten Mitarbeiter davon nicht, weil sie dort fast nur Großraumbüros vorfinden werden, während es im Hauptbahnhof auch kleine Einheiten gibt – mit Blick auf den Bahnbetrieb.

Der Tagesspiegel, [31.08.2010]