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Valentinstag-Menü
Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Darum laden Sie Ihr Herzblatt doch zum Valentinstag zu unserem 4-Gang-Menü ein und genießen Sie einen wundervollen Abend zu zweit.

Unser Valentinstag-Menü:

- Crémesuppe von grünem Spargel mit Ziegenkäse und mit Bergkräutern gefüllten Tortellini

- Salat von marinierter Mango und Wasserkresse mit gebackener Auster und Avocadocréme

- In Rosmarin pochiertes Kalbsfilet, dazu Cassoulet von frischen Pilzen und Lauch mit einem Süßkartoffeltaler

- Schokoladen Sablée gefüllt mit Nougatcréme an einem Erdbeer-Minz-Salat

Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei für EUR 42,00 pro Person.

Restaurant Hof zwei
Eingang Mövenpick Hotel Berlin
Schöneberger Strasse 3, 10963 Berlin
Tel 030 23006 485, Fax 030 23006 199
info@hofzwei.de; www.hofzwei.de

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Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei

Liebe geht bekanntlich durch den Magen.
Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Darum laden Sie Ihr Herzblatt doch zum Valentinstag zu unserem 4-Gang-Menü ein und genießen Sie einen wundervollen Abend zu zweit.

Unser Valentinstag-Menü:

- Crémesuppe von grünem Spargel mit Ziegenkäse und mit Bergkräutern gefüllten Tortellini

- Salat von marinierter Mango und Wasserkresse mit gebackener Auster und Avocadocréme

- In Rosmarin pochiertes Kalbsfilet, dazu Cassoulet von frischen Pilzen und Lauch mit einem Süßkartoffeltaler

- Schokoladen Sablée gefüllt mit Nougatcréme an einem Erdbeer-Minz-Salat

Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei für EUR 42,00 pro Person.

Restaurant Hof zwei
Eingang Mövenpick Hotel Berlin
Schöneberger Strasse 3, 10963 Berlin
Tel 030 23006 485, Fax 030 23006 199
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"Disneyland für Touristen"
Künstler der East Side Gallery streiten mit dem Land

An diesem Dienstag beginnt ein Prozess von Künstlern der East Side Gallery gegen das Land Berlin.
Künstler der East Side Gallery streiten mit dem Land

An diesem Dienstag beginnt ein Prozess von Künstlern der East Side Gallery gegen das Land Berlin. Sie hatten sich geweigert, im Zuge der Sanierung ihre Bilder neu zu malen. Mehrere Werke wurden zerstört.

"Es geht doch weder um Kunst noch um das Mauergedenken. Die jetzige East Side Gallery ist bloß noch ein Disneyland für Touristen", sagt Bodo Sperling aufgebracht. Es ist sehr kalt am Montagnachmittag auf der Pressekonferenz im Freien Museum Berlin in der Potsdamer Straße, auf der Sperling über den am heutigen Dienstag beginnenden Prozess gegen das Land Berlin informieren will. Doch auch ohne Heizung hat sich der Künstler längst warm geredet. Von „mutwilliger Zerstörung“ und „unerlaubter Vervielfältigung“ von Bildern durch das Land Berlin als Grundstückseigentümer der 1990 entstandenen Open-Air-Galerie ist die Rede, von „reiner Profitgier“ und einer „Friss oder Stirb“-Manier.

Der Hintergrund der Vorwürfe: Mehrere der 118 beteiligten Künstler hatten sich im Zuge der Sanierung der stark beschädigten East Side Gallery zum 20. Jahrestag des Mauerbaus geweigert, ihre Bilder entweder gegen eine Aufwandsentschädigung von 3000 Euro selbst neu zu malen oder von Künstlerkollegen nachmalen zu lassen. „Zu sagen ‚male dein Bild neu oder wir zerstören es’ ist ein ungeheuerliches Vorgehen“, sagt Sperlings Anwalt Hannes Hartung. Er hofft, dass der Ausgang des Prozesses vor dem Landgericht Berlin einen Präzedenzfall in Sachen Urheberrecht schaffen könnte. „Ich habe von 15 weiteren Künstlern die Vollmacht, ihre Interessen im Rahmen dieses Prozesses zu vertreten“, sagt Sperling. Während sein Bild mit Sandstrahler zerstört worden ist, sind die Bilder zweier anderer Künstler gegen ihren Willen von anderen Malern neu angefertigt worden. „Mir sind weniger die 25 000 Euro Schadensersatz wichtig, als vielmehr ein respektvoller Umgang mit der Kunst“, erklärt Sperling.

Und doch wird es im Rahmen des Prozesses möglicherweise noch um etwas anderes gehen: Sperling wirft den Verantwortlichen – neben dem Land Berlin waren das die mit dem Gesamtprojekt beauftragte „S.T.E.R.N. GmbH“ und die von dem Künstler Kani Alavi 1996 gegründete „Künstlerinitiative East Side Gallery“ – mangelnde Transparenz bei den Finanzen vor. Angeblich, so Sperling, seien 500 000 der zur Verfügung stehenden Summe von 2,2 Millionen Euro für „Firlefanz“ wie ein viel zu teures Gerüst und kostspielige Farbe ausgegeben worden. Der Verbleib eines Großteils der von der EU, dem Bund und Senat sowie der Lottostiftung bereitgestellten Mittel sei zudem überhaupt nicht nachvollziehbar, so der Künstler. „Wir möchten fragen, wo das Geld geblieben ist und erhoffen uns auch darauf Antworten in diesem Prozess“, sagt sein Anwalt.

Der Tagesspiegel, [07.02.2012]; Foto: Necrophorus

 
BVG fährt neuem Rekord entgegen
S-Bahnkrise und Touristenboom lassen die Fahrgastzahlen steigen

Liegt es an den vielen Touristen? Oder an der Konjunktur, die den Berufsverkehr wachsen lässt?
S-Bahnkrise und Touristenboom lassen die Fahrgastzahlen steigen

Liegt es an den vielen Touristen? Oder an der Konjunktur, die den Berufsverkehr wachsen lässt? Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben noch keine endgültige Erklärung dafür, warum die Fahrgastzahl im vergangenen Jahr so stark gestiegen ist. Doch eines ist wohl klar: Die S-Bahn-Krise trug dazu bei.

„Das ist unser bestes Ergebnis seit vielen Jahren“, sagte BVG-Marketingchef Wilfried Kramer. Nach der jüngsten Berechnung wurden die U-Bahnen, Busse, Straßenbahnen und Fähren der BVG im vergangenen Jahr für 936,5 Millionen Fahrten genutzt. Das sind 14,5 Millionen Fahrten mehr als im Jahr davor. So hoch wie 2011 ist die Fahrgastzahl seit Anfang der neunziger Jahre nicht mehr gewesen. Am kräftigsten hat die Berliner U-Bahn zugelegt: von 485 Millionen auf 505 Millionen Passagiere. Für die Planer ist das ein Zeichen dafür, dass das Landesunternehmen weiterhin von der Krise bei der S-Bahn profitiert. Im harten Winter vor einem Jahr sind weitere Fahrgäste auf die zuverlässigere U-Bahn ausgewichen – und ihr treu geblieben.

Die Verbesserung der Wirtschaftslage wirke sich ebenfalls aus. Ein Faktor sei der Tourismus-Boom in Berlin. Zwar ist der Anteil der Touristen bei den Fahrgästen weiter gering – derzeit sind es fünf Prozent. Doch sie frequentieren den Nahverkehr intensiv: „Sie nutzen für 90 Prozent ihrer Fahrten in Berlin Busse und Bahnen“, so Kramer. Die andauernde Zunahme der Touristenzahl beeinflusst die Fahrgastzahl überdurchschnittlich stark.

„Bei uns macht sich auch positiv bemerkbar, dass in Berlin die Einwohnerzahl gestiegen und die Arbeitslosenquote gesunken ist“, sagte Kramer. Das spiegele sich in der Zahl der Stammkunden mit Abos, Firmen- oder Semestertickets wider: Sie stieg auf 322.500.

Rosig geht es der BVG dennoch nicht. Die Verschuldung ist im vergangenen Jahr um hundert Millionen Euro gewachsen – auf fast 840 Millionen Euro. Aktuell fordert die Gewerkschaft Verdi Lohnerhöhungen. Die Tarifverhandlungen wurden am gestrigen Montag erneut ergebnislos vertagt, die Gefahr eines Warnstreiks wächst. Nun plant die BVG die nächste Fahrpreiserhöhung. Dem Vernehmen nach sind als Termine der 1. August 2012 oder der 1. Januar 2013 im Gespräch.

S-Bahn-Teilausschreibung im Juli

Die S-Bahn nannte noch keine Fahrgastzahlen. Bei ihr steht ein anderes Thema im Vordergrund: Wie geht es mit ihr weiter? Der neue Senator für Stadtentwicklung, Michael Müller (SPD), kündigte wichtige Entscheidungen an. So werde der Senat in einer Woche im Amtsblatt der Europäischen Union mitteilen, welche Anforderungen die 388 neuen S-Bahn-Wagen erfüllen müssen. Als Nächstes will der Senat Mitte März über die geplante Teilausschreibung beraten – unter anderem darüber, für welche Strecken als Erstes ein neuer Verkehrsvertrag ab Ende 2017 abgeschlossen wird. Als Vorstufe soll Ende März ein Wettbewerb starten, bei dem Zugbetreiber mitteilen können, unter welchen Bedingungen sie an der Ausschreibung teilnehmen würden. Mitte Juli soll dann das 20-monatige Vergabeverfahren beginnen.

Der Senat muss noch entscheiden, ob der künftige S-Bahn-Betreiber die nötigen neuen Züge selbst kauft. Müller wäre für diese Lösung, allerdings könnte das Land die Finanzierung mit einer Bürgschaft erleichtern. Auch darüber, ob sich die BVG bewirbt, sei noch zu befinden. Dagegen hätte Müller aber „allergrößte Bedenken“. Er bestätigte, dass es bei dem einen Verfahren nicht bleibt: Nach und nach werde der gesamte S-Bahn-Betrieb in mehreren Teilen ausgeschrieben.

Berliner Zeitung, [07.02.2012]

 

 
Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei

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- Crémesuppe von grünem Spargel mit Ziegenkäse und mit Bergkräutern gefüllten Tortellini

- Salat von marinierter Mango und Wasserkresse mit gebackener Auster und Avocadocréme

- In Rosmarin pochiertes Kalbsfilet, dazu Cassoulet von frischen Pilzen und Lauch mit einem Süßkartoffeltaler

- Schokoladen Sablée gefüllt mit Nougatcréme an einem Erdbeer-Minz-Salat

Am 14.02.2012 ab 18:00 Uhr im Restaurant Hof zwei für EUR 42,00 pro Person.

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Künstler der East Side Gallery streiten mit dem Land

An diesem Dienstag beginnt ein Prozess von Künstlern der East Side Gallery gegen das Land Berlin. Sie hatten sich geweigert, im Zuge der Sanierung ihre Bilder neu zu malen. Mehrere Werke wurden zerstört.

"Es geht doch weder um Kunst noch um das Mauergedenken. Die jetzige East Side Gallery ist bloß noch ein Disneyland für Touristen", sagt Bodo Sperling aufgebracht. Es ist sehr kalt am Montagnachmittag auf der Pressekonferenz im Freien Museum Berlin in der Potsdamer Straße, auf der Sperling über den am heutigen Dienstag beginnenden Prozess gegen das Land Berlin informieren will. Doch auch ohne Heizung hat sich der Künstler längst warm geredet. Von „mutwilliger Zerstörung“ und „unerlaubter Vervielfältigung“ von Bildern durch das Land Berlin als Grundstückseigentümer der 1990 entstandenen Open-Air-Galerie ist die Rede, von „reiner Profitgier“ und einer „Friss oder Stirb“-Manier.

Der Hintergrund der Vorwürfe: Mehrere der 118 beteiligten Künstler hatten sich im Zuge der Sanierung der stark beschädigten East Side Gallery zum 20. Jahrestag des Mauerbaus geweigert, ihre Bilder entweder gegen eine Aufwandsentschädigung von 3000 Euro selbst neu zu malen oder von Künstlerkollegen nachmalen zu lassen. „Zu sagen ‚male dein Bild neu oder wir zerstören es’ ist ein ungeheuerliches Vorgehen“, sagt Sperlings Anwalt Hannes Hartung. Er hofft, dass der Ausgang des Prozesses vor dem Landgericht Berlin einen Präzedenzfall in Sachen Urheberrecht schaffen könnte. „Ich habe von 15 weiteren Künstlern die Vollmacht, ihre Interessen im Rahmen dieses Prozesses zu vertreten“, sagt Sperling. Während sein Bild mit Sandstrahler zerstört worden ist, sind die Bilder zweier anderer Künstler gegen ihren Willen von anderen Malern neu angefertigt worden. „Mir sind weniger die 25 000 Euro Schadensersatz wichtig, als vielmehr ein respektvoller Umgang mit der Kunst“, erklärt Sperling.

Und doch wird es im Rahmen des Prozesses möglicherweise noch um etwas anderes gehen: Sperling wirft den Verantwortlichen – neben dem Land Berlin waren das die mit dem Gesamtprojekt beauftragte „S.T.E.R.N. GmbH“ und die von dem Künstler Kani Alavi 1996 gegründete „Künstlerinitiative East Side Gallery“ – mangelnde Transparenz bei den Finanzen vor. Angeblich, so Sperling, seien 500 000 der zur Verfügung stehenden Summe von 2,2 Millionen Euro für „Firlefanz“ wie ein viel zu teures Gerüst und kostspielige Farbe ausgegeben worden. Der Verbleib eines Großteils der von der EU, dem Bund und Senat sowie der Lottostiftung bereitgestellten Mittel sei zudem überhaupt nicht nachvollziehbar, so der Künstler. „Wir möchten fragen, wo das Geld geblieben ist und erhoffen uns auch darauf Antworten in diesem Prozess“, sagt sein Anwalt.

Der Tagesspiegel, [07.02.2012]; Foto: Necrophorus

 
S-Bahnkrise und Touristenboom lassen die Fahrgastzahlen steigen

Liegt es an den vielen Touristen? Oder an der Konjunktur, die den Berufsverkehr wachsen lässt? Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben noch keine endgültige Erklärung dafür, warum die Fahrgastzahl im vergangenen Jahr so stark gestiegen ist. Doch eines ist wohl klar: Die S-Bahn-Krise trug dazu bei.

„Das ist unser bestes Ergebnis seit vielen Jahren“, sagte BVG-Marketingchef Wilfried Kramer. Nach der jüngsten Berechnung wurden die U-Bahnen, Busse, Straßenbahnen und Fähren der BVG im vergangenen Jahr für 936,5 Millionen Fahrten genutzt. Das sind 14,5 Millionen Fahrten mehr als im Jahr davor. So hoch wie 2011 ist die Fahrgastzahl seit Anfang der neunziger Jahre nicht mehr gewesen. Am kräftigsten hat die Berliner U-Bahn zugelegt: von 485 Millionen auf 505 Millionen Passagiere. Für die Planer ist das ein Zeichen dafür, dass das Landesunternehmen weiterhin von der Krise bei der S-Bahn profitiert. Im harten Winter vor einem Jahr sind weitere Fahrgäste auf die zuverlässigere U-Bahn ausgewichen – und ihr treu geblieben.

Die Verbesserung der Wirtschaftslage wirke sich ebenfalls aus. Ein Faktor sei der Tourismus-Boom in Berlin. Zwar ist der Anteil der Touristen bei den Fahrgästen weiter gering – derzeit sind es fünf Prozent. Doch sie frequentieren den Nahverkehr intensiv: „Sie nutzen für 90 Prozent ihrer Fahrten in Berlin Busse und Bahnen“, so Kramer. Die andauernde Zunahme der Touristenzahl beeinflusst die Fahrgastzahl überdurchschnittlich stark.

„Bei uns macht sich auch positiv bemerkbar, dass in Berlin die Einwohnerzahl gestiegen und die Arbeitslosenquote gesunken ist“, sagte Kramer. Das spiegele sich in der Zahl der Stammkunden mit Abos, Firmen- oder Semestertickets wider: Sie stieg auf 322.500.

Rosig geht es der BVG dennoch nicht. Die Verschuldung ist im vergangenen Jahr um hundert Millionen Euro gewachsen – auf fast 840 Millionen Euro. Aktuell fordert die Gewerkschaft Verdi Lohnerhöhungen. Die Tarifverhandlungen wurden am gestrigen Montag erneut ergebnislos vertagt, die Gefahr eines Warnstreiks wächst. Nun plant die BVG die nächste Fahrpreiserhöhung. Dem Vernehmen nach sind als Termine der 1. August 2012 oder der 1. Januar 2013 im Gespräch.

S-Bahn-Teilausschreibung im Juli

Die S-Bahn nannte noch keine Fahrgastzahlen. Bei ihr steht ein anderes Thema im Vordergrund: Wie geht es mit ihr weiter? Der neue Senator für Stadtentwicklung, Michael Müller (SPD), kündigte wichtige Entscheidungen an. So werde der Senat in einer Woche im Amtsblatt der Europäischen Union mitteilen, welche Anforderungen die 388 neuen S-Bahn-Wagen erfüllen müssen. Als Nächstes will der Senat Mitte März über die geplante Teilausschreibung beraten – unter anderem darüber, für welche Strecken als Erstes ein neuer Verkehrsvertrag ab Ende 2017 abgeschlossen wird. Als Vorstufe soll Ende März ein Wettbewerb starten, bei dem Zugbetreiber mitteilen können, unter welchen Bedingungen sie an der Ausschreibung teilnehmen würden. Mitte Juli soll dann das 20-monatige Vergabeverfahren beginnen.

Der Senat muss noch entscheiden, ob der künftige S-Bahn-Betreiber die nötigen neuen Züge selbst kauft. Müller wäre für diese Lösung, allerdings könnte das Land die Finanzierung mit einer Bürgschaft erleichtern. Auch darüber, ob sich die BVG bewirbt, sei noch zu befinden. Dagegen hätte Müller aber „allergrößte Bedenken“. Er bestätigte, dass es bei dem einen Verfahren nicht bleibt: Nach und nach werde der gesamte S-Bahn-Betrieb in mehreren Teilen ausgeschrieben.

Berliner Zeitung, [07.02.2012]

 
Valentine‘s Day @ andel's Hotel Berlin

Das andel's Hotel Berlin präsentiert diverse Angebote zum Valentinstag.

a. love night
Kuscheln kann man nicht alleine, aber zusammen für unglaubliche € 89,- inkl. Frühstück.
Und davor gönnen Sie Ihrer Begleitung und sich...

Romantisches Dinner @ Restaurant a.choice
Exklusive 5-Gänge der Liebe mit zarter Wachtelbrust, einer Liaison von Sellerie & Mandelsüppchen, Sorbet von der Purple Litschi, Wilden Steinbutt und Feurigem Herz von Manjari Couverture
€ 85,- pro Person

Chocolate&Dreams @ sky.café
Süße Verführung bei prickelndem Schoko-Herz, Früchte-Spieß mit Schoko-Dip und Pralinen
€ 11,- pro Person

Hot&Spicy @ sky.bar
Nachtschwärmer amüsieren sich bei Black Tiger Garnelen, Hummer Frühlingsrollen, Tartar vom Thunfisch und Süßer Tarte von Chocolate
€ 18,- für 2 Personen

RESERVIERUNG
Telefonisch: 49 30 450 053 2613
E-Mail: valentin@andelsberlin.com

 

 
Köstliche Rösti-Variationen

Rösti. Geriebene Kartoffeln und eine Pfanne – die Basis für das beliebte Schweizer Nationalgericht, doch auf die Zubereitung kommt es an. Wir überraschen Sie mit unseren köstlichen Rösti-Variationen.

Auszug aus unserer Promotion:

- Rösti "Berlin" mit feinster Blut- und Leberwurst und Röstzwiebeln für EUR 16,00
- Röst mit gebratener Putenbrust, Wokgemüse und Punjabi Curry-Sauce für EUR 16,00

Restaurant Hof zwei
Eingang Mövenpick Hotel Berlin
Schöneberger Strasse 3, 10963 Berlin
Tel 030 23006 485, Fax 030 23006 199
info@hofzwei.de; www.hofzwei.de

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Ende des Jahres schließt das Berliner Guggenheim Museum

Diese Nachricht trifft Berlin völlig unerwartet. Die Deutsche Bank beendet Ende 2012 die Zusammenarbeit mit dem Guggenheim und schließt die Dependance des New Yorker Museums Unter den Linden. Man wolle die Präsenz in Berlin weiter ausbauen, erklärte das Geldinstitut gestern. Doch der Versuch misslingt, die schlechte Botschaft in etwas Positives einzukleiden. In der Hauptstadtniederlassung Unter den Linden soll künftig ein internationales „Forum für den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft“ entstehen. Viele Konzerne unterhalten ja mittlerweile solch einen Society-Treffpunkt in der Hauptstadt, wo die immer gleichen Gäste vor dem meist immer gleichen Publikum auftreten. Nun also noch so eine Edel-Quasselbude. Bislang war der Beitrag der Deutschen Bank hier im Kulturleben ein anderer: das Schaufenster einer der bedeutendsten Sammlungen der klassischen Moderne, Ort einer Reihe sehenswerter Ausstellungen.

New Yorker Glamour oder Geschäftsinteressen

Warum macht das die Deutsche Bank? Das fragten sich viele, als 1997 der Frankfurter Vorstand stolz die Berlin-Kollaboration mit dem Guggenheim verkündete. Warum unterstützte Deutschlands führende Bank in der Kapitale nicht eines der nicht minder bedeutenden, aber ungleich ärmeren Museen Berlins? Ging es den Bankern vor allem darum, etwas vom New Yorker Glamour zu erhaschen? Es war die Zeit, als auch halb Berlin danach gierte, ein zweites New York zu werden. Oder standen gar Geschäftsinteressen der Frankfurter Banker an der Wall Street im Vordergrund, für die der Kontakt zur obersten Etage des amerikanischen Kunst-Geld-Adels hilfreich war?

Hinzu kam der immer zweifelhafter werdende Ruf des damaligen Guggenheim-Direktors Thomas Krens. Er versuchte, wie eine Krake überall in der Welt Filialen zu installierte, für die Geldgeber vor Ort teuer zahlen mussten. Der „Guggenheim-Effekt“ verhieß den Kultur-Aufschwung durch eine spektakuläre Museumsarchitektur und den mythischen New Yorker Namen. Was Bilbao mit der exaltierten Guggenheim-Galerie Frank Gehrys gelang, erträumten sich nun Politiker in der ganzen Welt. Guggenheim stand aber auch für die gnadenlose Kommerzialisierung des Museums und die Popularisierung des Programms: Sensation vor Bildung und Qualität. Er habe die Ideale des Museums verraten, warfen viele Krens vor, bis seine gewagten Finanzierungen zusammenbrachen und er gehen musste.

In Berlin legte sich bald das Misstrauen, denn die Museumsfiliale erwies sich zunehmend als vitaler Kunstort, wo viele Ausstellungen stattfanden, die es in der Stadt anderswo so nicht gegeben hätte. Delaunay und Koons, Avantgarde-Künstlerinnen und die hierzulande noch nie gesehenen italienischen Pointilisten, die abstrakte Expressionistin Helen Frankenthaler oder eine spannende Schau über das Erhabene in der New York School, Malewitsch und Mapplethorpe – dies alles war in (meist) sorgfältig vorbereiteten Schauen zu erleben.

Gutes Gespür mit Auswahl der Künstler

Geschickt ließ die Deutsche Bank Schätze aus ihrer eigenen enormen Firmensammlung einfließen. So wurden 2001 die früh angekauften Papierarbeiten von Neo Rauch gezeigt; bis heute wartet der Maler auf seinen ersten Auftritt in einem öffentlichen Museum in Berlin. Auch sehenswerte Konvolute von Georg oder Imi Knoebel kamen aus dem Bankbesitz. Zudem vergab die Deutsche Bank jedes Jahr den Auftrag für ein monumentales Werk, darunter an James Rosenquist, Rachel Whiteread, Gerhard Richter oder Anish Kapoor. Das Publikum strömte, was auch an der zentralen Lage direkt am besten Touristenlaufsteg lag. Ein gutes Gespür bewies man der Auswahl jüngerer Künstler, dazu gehört die Marokkanerin Yto Barrada oder zuletzt der Pole Pawel Althamer.

Der Fünfjahresvertrag ist 2002 und 2007 verlängert worden; schon beim letzten Mal soll in der Bank die Liaison mit Guggenheim ernsthaft diskutiert worden sein. Über die wahren Gründe der Kündigung dringt nichts nach außen. Offenbar war die Alltagsarbeit mit den selbst- und machtbewussten New Yorkern nicht ganz einfach. Und sicher empfanden die Frankfurter die Rolle als Zahlmeister undankbar, während das Ausstellungshaus in der Öffentlichkeit zuallererst immer unter dem Logo von Guggenheim wahrgenommen wurde.

Sicher wird die Bank, das ist im Gespräch mit den Mitarbeitern herauszuhören, auch künftig in der Halle Kunst zeigen. Dazu verpflichtet schon die reiche Firmensammlung mit über 50.000 Werken.

Berliner Zeitung, [06.02.2012]

 
Seit 10 Uhr läuft der Kartenvorverkauf für die Berlinale

Montagvormittag, der Vorverkauf für die Berlinale hat begonnen. Direkt nach Verkaufsstart war das Online-Ticket-System überlastet, vor den Vorverkaufsstellen gab es zwei über 40 Meter lange Schlangen. Eine Kundin sagte, sie habe noch nie einen größeren Andrang beim Vorverkauf gesehen. Doch trotz der Wartezeit von durchschnittlich zwei Stunden, wirkten die Menschen vor Ort gelassen und unterhielten sich entspannt.Wir sagen Ihnen, wie und wo Sie an Berlinale-Tickets gelangen.

Wann und wo

Die Öffnung der Schalter war noch lange nicht in Sicht, doch bereits am Sonntagnachmittag hatten sich in den Potsdamer Platz Arkaden einige Dutzend Filmjünger vor den Berlinale-Kassen eingefunden, ausgerüstet mit Klappstühlen, Luftmatrazen und Proviant.

Sie wollten die Ersten sein, denn der Countdown läuft: Auf die Minute pünktlich um zehn Uhr beginnt am heutigen Montag der Vorverkauf für die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 9. bis 19. Februar. Tickets gibt es dann täglich von 10 bis 20 Uhr an den Zentralen Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International, Karl-Marx-Allee 33 in Mitte, und im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24 in Wilmersdorf.

Der Kartenvorverkauf findet jeweils drei Tage, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Ab Vorverkaufsbeginn sind Eintrittskarten auch bei allen an das Eventim-Netz angeschlossenen Theaterkassen gegen eine Vorverkaufsgebühr von zwei Euro erhältlich. Am Tag der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.

Für alle Vorführungen im Friedrichstadt-Palast, im HAU, in den Spielstätten des Kulinarischen Kinos, der Reihen Happy Birthday, Studio Babelsberg und Berlinale goes Kiez startet der Vorverkauf ebenfalls am 6. Februar. Ebenso für den Berlinale Kinotag am 19. Februar. Generell, außer in der Sektion Generation, gilt: Rein darf, wer über 18 Jahre alt ist.

Ticketpreise

Für die regulären Vorstellungen unter anderem in den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und der Perspektive Deutsches Kino kostet ein Ticket zwischen acht und zwölf Euro, am Berlinale Kinotag sechs Euro. 3-D-Vorführungen kosten zwei Euro extra. An den Kinokassen kann nur in bar bezahlt werden, an den Vorverkaufskassen werden auch EC-Karten akzeptiert. Ein Tipp: In der Sektion Wettbewerb werden noch nicht verkaufte Tickets 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn zum halben Preis verkauft – auf solche Restkarten zu setzen ist bei großer Popularität des Wettbewerbsbeitrages riskant.

Für Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Inhaber des Berlinpasses und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst gibt es an den Tageskassen 50 Prozent Ermäßigung.

Online kaufen

Nach Verkaufsstart am Montagmorgen um 10 Uhr war das Online-System sofort überlastet. Immer mehr Besucher nutzen den Onlinevorverkauf, auch wenn das Onlinekontingent begrenzt ist. Der Verkauf ist direkt aus der Programmdarstellung auf der Homepage www.berlinale.de verlinkt und kostet 1,50 Euro Bearbeitungsgebühr pro Ticket extra. Die Bezahlung läuft nur über Kreditkarte, nachträgliche Bestelländerungen sind nicht möglich. Die gebuchten Karten können zwischen 10 und 19.30 Uhr gegen Vorlage der ausgedruckten Bestellbestätigung und des Personalausweises abgeholt werden. Das geht allerdings nur am Internetcounter der Berlinale in den Arkaden am Potsdamer Platz. Da es hier durchaus mal zu Wartezeiten kommen kann, sollte man seine Tickets besser nicht erst kurz vor Vorstellungsbeginn abholen. Wer sich allerdings schon auf die erste Vorstellung des indischen Superstars Shah Rukh Khan gefreut hat, muss sich bis zur zweiten Runde gedulden. Innerhalb kürzester Zeit waren die Tickets für die Bollywood-Produktion ausverkauft.

Rollstuhlplätze

Alle Kinos mit Ausnahme des Delphi Filmpalastes, Filmkunst 66 und des Hackesche Höfe Kinos sind rollstuhlgerecht. In vielen Lichtspieltheatern gibt es eine begrenzte Anzahl von Rollstuhlplätzen. Eintrittskarten sind bei vorheriger telefonischer Bestellung ab dem 6. Februar unter der Nummer 259 20 259 täglich von 11 bis 17 Uhr oder per Fax unter 030-259 20 230 buchbar. Die Eintrittspreise richten sich nach der jeweiligen Vorstellung, das Ticket für die Begleitperson ist kostenfrei. Die bestellten Karten sind ab dem 9. Februar im Berlinale-Servicecenter, Eichhornstraße 3 am Potsdamer Platz, erhältlich.

Der Tagesspiegel, [06.02.2012]

 
Eckhard Nagel über Heilung

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz predigt am Sonntag, 5. Februar um 18 Uhr Eckhard Nagel. Der Transplantationsmediziner spricht in der Gottesdienstreihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel. Thema: Hoffen auf Heilung – Glauben im Genesungsprozess. Es singt der Chor Unisono unter Leitung von Bodo Bischoff. Die Orgel spielt Christian Schlick.

Eckhard Nagel ist ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. Nagel ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und im Präsidiumsvorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Er promovierte zum Doktor der Medizin sowie Philosophie. Im Jahr 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologie der Philipps-Universität Marburg. Eckhard Nagel ist Professor und lehrt an der Universität Bayreuth.

Die Reihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel findet am jedem ersten Sonntag im Monat in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche statt. Engagierte Persönlichkeiten predigen vor ihrem politischen oder sozialen Engagement zu Grundfragen des gesellschaftlichen Miteinanders. In den kommenden Monaten wird dazu unter anderem Katrin Göring-Eckardt erwartet.

 
15 Geschenkideen zum Valentinstag im KaDeWe

Jetzt wird’s romantisch: Am 14. Februar ist Valentinstag. Damit unsere Liebsten wissen, womit sie uns eine Freude machen können, haben wir die schönsten Geschenke für den Valentinstag zusammengestellt. Ganz einfach online shoppen oder uns im KaDeWe besuchen. Happy Valentine!

 
Award in der Kategorie "Stadthotel national"

Im Rahmen des 13. Reisemarktes in Baden-Baden wurden die Lieblingshotels der Last Minute-Kunden mit der pinken Palme ausgezeichnet.

In der City schlafen L'TUR-Gäste besonders gerne im InterContinental Berlin. Das Hauptstadthotel sicherte sich den Award in der Kategorie "Stadthotel national". Ingesamt neun Hotels konnten sich in diesem Jahr über die begehrte Auszeichnung mit pinker Palme freuen, die am 20.01.2012 in Baden-Baden vergeben wurden. Ausgezeichnet wurden Hotels, wo Familien am liebsten schlafen und in welchem City-Hotel sich spontane Kurzurlauber besonders wohl fühlen.

Kontakt:
InterContinental Berlin
Budapester Straße 2
10787 Berlin
Tel.: 49 30 - 2602 0
E-Mail: berlin@ihg.com
www.berlin.intercontinental.com

 

 
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Täglich von 12:00 – 14:30 Uhr im á la carte Restaurant in der Bar

Das Angebot setzt sich aus täglich wechselnden, frisch zubereiteten Speisen zusammen. Unser Küchenchef Jörg Wangemann und sein Team haben sich Gedanken gemacht, unseren Business Lunch für Sie noch interessanter und schmackhafter zu gestalten.

Tellergericht inkl. Wasser oder Saft (0,2l) 8,50 €

Tellergericht inkl. 1 Heißgetränk 10,00 €

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Konzernchef Grube ist dagegen, das Dach wie ursprünglich vorgesehen zu verlängern

Es war eine schöne Idee: Fahrgäste aus der 1. Klasse bei Regen oder Schnee von einem Schirmserviceteam abholen oder zum Zug bringen zu lassen. Verwirklicht hat die Bahn den Vorstoß der damaligen Bahnhofsmanagerin aber nie. Und so werden die Kunden mit den teuersten Fahrkarten am Hauptbahnhof auch heute noch nass, wenn es schüttet. Denn ausgerechnet die Wagen der 1. Klasse halten beim langen ICE außerhalb des verkürzten Daches. Dabei soll es auch bleiben; eine in den kommenden Jahren erforderliche Sperrung der Gleise will die Bahn nicht nutzen, um das Dach doch noch zu verlängern.

Zwischen 54 Millionen Euro und 58 Millionen Euro würde es kosten, das Dach auf die einst vorgesehene Länge von 430 Metern zu bringen, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube dem Tagesspiegel.

Jetzt misst es lediglich 321 Meter. Das Geld müsste aus dem Topf genommen werden, den der Bund für Investitionen bei der Bahn füllt.

2007/2008 hatte sich auch der Bundestag mit dem Dach des Hauptbahnhofs beschäftigt, dessen Kürzung während des Baus vom damaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn angeordnet worden war. Er wollte Geld und Zeit sparen, denn der Bahnhof sollte zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland fertig sein. Den Terminplan hat man dann auch geschafft; gespart hat man aber nicht viel, denn auch das Ändern der Baupläne verschlang eine Menge Geld. Und die Teile fürs komplette Dach waren bereits produziert und mussten auch bezahlt werden. Heute lagern sie unter den Viadukten am Ostbahnhof.

Das Verlängern des Daches ist aber nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein logistisches Problem. Um bauen zu können, müsste ein aufwändiges Gerüst errichtet werden, weshalb die Gleise zumindest vorübergehend gesperrt werden müssten. Auch dagegen hat sich die Bahn bisher gewehrt. Doch nun sind Sperrungen unumgänglich.

Am Hauptbahnhof müssen, wie berichtet, Verbindungsteile der sogenannten festen Fahrbahn aus Beton komplett erneuert werden, weil sich Schrauben gelockert haben. Jetzt wurde zunächst repariert und das Tempo auf den Fern- und Regionalgleisen auf 40 km/h gedrosselt, doch 2015 sollen neue Teile eingebaut werden, was nur in Sperrpausen möglich ist. Ob es dann auch möglich wäre, in dieser Zeit das Gerüst für eine Dachverlängerung aufzustellen, ist – noch – nicht geprüft worden. Noch steht auch nicht fest, wie lange der Verkehr beim Aus- und Einbau der Verbindungsteile, die das Gewicht der Züge aufnehmen und so die Schienen an den Brückenübergängen entlasten, unterbrochen werden muss.

Zumindest von außen fällt das verkürzte Dach, an dem sich auch Thomas de Maizière gestört hatte, als er noch als Chef des Bundeskanzleramts in einem Büro mit Blick auf den Hauptbahnhof saß, eines Tages kaum noch auf, wenn es von mehr oder weniger schönen Gebäuden verdeckt wird, Das Bundesbauministerium hatte sich 2008 für die Verlängerung eingesetzt, den Abgeordneten des Bundestages waren die Kosten dann aber doch zu hoch.

Der Tagesspiegel, [30.01.2012]

 
Fraktionschef Raed Saleh stellt die Nutzung des ICC als Kongresszentrum wegen zu hoher Sanierungskosten infrage

Vor neun Wochen erst haben SPD und CDU in ihrer Koalitionsvereinbarung festgeschrieben, dass das ICC nach der geplanten Sanierung als „zentrales Kongresszentrum weitergenutzt“ wird. Doch der neue SPD-Fraktionschef Raed Saleh stellt das Ganze jetzt wieder infrage. Er kann sich inzwischen auch eine andere Nutzung vorstellen: Sollten die Sanierungskosten tatsächlich „in Richtung 330 Millionen Euro gehen“, sagte Saleh am Sonntag, könne man im ICC statt eines Kongresszentrums Ausstellungsflächen für die Messe Berlin unterbringen, womöglich mit variablen Innenwänden. Das käme preisgünstiger. „Zunächst einmal sollten wir aber gemeinsam mit dem Koalitionspartner CDU und den drei zuständigen Senatsverwaltungen genau errechnen, wie teuer eine Sanierung wird“, sagte Saleh. Er wolle bei den Kosten für Asbestbeseitigung, Umbau und energetische Sanierung Klarheit. „Man kann das ICC auch totrechnen."

Ein Gutachten aus dem Hause von Finanzsenator Nußbaum (parteilos) hatte jüngst die Sanierungskosten bei 330 statt der ursprünglich geplanten 180 Millionen Euro gesehen. Von Nußbaum ist bekannt, dass er nicht viel von einer ICC-Sanierung hält. Saleh stellte aber klar, dass er das ICC keineswegs abreißen wolle. „Ich bin ein Fan des ICC.“ Bei der von Saleh ins Gespräch gebrachten Teilsanierung des ICC würde das eigentliche Kongresszentrum dann in der Mehrzweckhalle seinen Platz finden, die am Ort der abgerissenen Deutschlandhalle entstehen soll. Bisher soll diese Halle nur während der mehrjährigen ICC-Sanierung als Ersatz für das Kongresszentrum herhalten.

Umfangreiche Umbauten

Michael T. Hofer, Sprecher der Messe Berlin GmbH, sprach sich am Sonntag dafür aus, am ICC als Kongresszentrum festzuhalten. „Das ICC muss auch nach der Sanierung weiter Kongressen Platz bieten“, sagte er. Die neue Mehrzweckhalle brauche man später für zeitgemäße Präsentationen. Die Messe Berlin könne nicht ständig mit „Zwischenlösungen“ arbeiten. „Unser Ziel ist, dass Kongresse in Berlin bleiben und nicht ins Ausland gehen“, sagte Hofer. Allein im vergangenen Jahr hätten die Kongresse und ihre Teilnehmer zwei Milliarden Euro nach Berlin gebracht. Im Innern des ICC müssten allerdings umfangreiche Umbauten vorgenommen werden, so der Messe-Sprecher. Man müsse zum Beispiel den Küchenbereich verkleinern, brauche weniger Fernsehstudios und keine Telefonzellen mehr. Stattdessen benötige man zusätzliche Konferenzräume.

Die CDU machte klar, dass sie an den bisherigen Plänen für das ICC festhalte. Man brauche nun ein Finanzierungs- und Planungskonzept, so Heiko Melzer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion. Es werden aber keine „Fünf-Sterne-Goldsanierung“ geben.

Berliner Zeitung, [30.01.2012]

 
Regisseur, Schauspieler, Mitgesellschafter der Wölffer-Bühnen

Am kommenden Donnerstag, den 2. Februar, wird Christian Wölffer, Mitgesellschafter der Komödie und des Theaters am Kurfürstendamm und der Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, 70 Jahre alt.

1964 trat er zusammen mit seinem Bruder Jürgen Wölffer in die Direktion der beiden Kudamm-Theater ein. 1988 gründete er mit ihm die Komödie am Winterhuder Fährhaus in Hamburg.

Durch Inszenierungen großer Musicals ("My Fair Lady" in mehreren Großstädten, zuletzt im Deutschen Theater München, "Gigi" im Theater an der Wien und im Theater des Westens, "Irma la Douce" und "Störtebecker") hat er sich ebenso einen Namen gemacht wie durch zahlreiche erfolgreiche Komödienregien und Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen. Auch als Schauspieler feierte er viele Erfolge.

Aus gesundheitlichen Gründen hat sich Christian Wölffer vor einiger Zeit aus dem Berufsleben zurückgezogen. Christian Wölffer ist in vierter Ehe mit der Malerin Sabine Wölffer verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe hat er einen Sohn, Oscar.

Seinen 70. Geburtstag feiert er am 2. Februar im Kreis seiner Familie. Am 6. Februar findet dann eine Feier mit seinen Freunden im Theater statt.

 
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller. Das war am 1. Dezember 1989, wenige Wochen nach dem Fall der Mauer, und die Goslarerin musste zu einer Tagung nach Ostdeutschland. „Ich hatte die fünf Mark Einreisegebühr als Münzgeld in der Hand, doch sie passten nicht durch den schmalen Schlitz unter dem Sicherheitsglas“, erinnert sich Hausknecht. Da habe sie vor der Grenzbeamtin einen Lachanfall bekommen. „Ich musste daran denken, wie ich wenige Wochen zuvor in so einer Situation noch total panisch reagiert hätte und musste immer mehr lachen."

Mehr als 20 Jahre später wirkt sie sehr gelassen.

Auch wenn der Besuch des Tränenpalasts nicht gerade sehr angenehme Erinnerungen an zahlreiche angsterfüllte Grenzkontrollen in Hausknecht wachruft – doch wiedersehen wollte sie ihn.

Eva Hausknecht ist an diesem Samstagabend mit ihrem Sohn Joachim auf der 30. Langen Nacht der Museen unterwegs. Der Tränenpalast ist die erste Station von Mutter und Sohn, die sich über diese besondere Gelegenheit freuen: Denn die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße nimmt erstmals an der Langen Nacht teil, da hier erst im September 2011 nach der Sanierung des Hauses die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eröffnet wurde.

Bereits um kurz nach 18 Uhr, direkt zu Beginn der Langen Nacht, betreten nach und nach immer mehr Menschen den Tränenpalast. Sie schütteln sich den Schnee von Mützen und Jacken und freuen sich über die Wärme im Museum, denn draußen hat es bei Minusgraden angefangen, leicht zu schneien.

Wer an diesem Abend zu Fuß unterwegs ist und die beißende Kälte im Gesicht spürt, ist froh, wenn er dick angezogen ist. Oder wenn er bequem und warm in einem der Shuttlebusse sitzt, die die Besucher vom logistischen Zentrum am Kulturforum auf sechs Routen zu den 70 teilnehmenden Häusern innerhalb des S-Bahn-Ringes bringen. „Es ist immer sehr charmant in diesen Bussen“, sagt Sigrid Peter. „Es herrscht eine nette Atmosphäre, man unterhält sich schon mal untereinander und es passen immer zehn Menschen mehr hinein als man denkt."

Sigrid Peter ist mit Günter Paus schon zum zehnten Mal auf der Langen Nacht dabei, die beiden sind quasi alte Hasen. Gerade schauen sie sich die Ausstellung zur deutschen Geschichte im Historiale Museum Unter den Linden an, auch dieses Haus nimmt zum ersten Mal teil. „Mehr als vier Museen in Ruhe anzusehen schafft man einfach nicht“, weiß Sigrid Peter. Für dieses Mal haben sie und ihr Begleiter sich noch die Humboldt-Box und das Deutsche Historische Museum vorgenommen – mit dem Bus, auch wenn beide Ziele nur wenige Hunderte Meter weit weg sind.

Dabei ist es trotz der Kälte eine besondere Erfahrung, in dieser Nacht unterwegs zu sein. Auch wenn viele Gehwege wegen des steten Schneefalls zunehmend rutschiger werden und es schon fast ein kleines Abenteuer ist, die Schlossbrücke mit nicht besonders stark profilierten Schuhen zu überqueren.

Touristen fotografieren sich im Schneetreiben unter den starken Scheinwerfern vor dem Eingang des Automobil-Forums, das mit der Fotoausstellung „Riten des Lebens“ und mehreren Musikbands an der Langen Nacht teilnimmt. Kinder formen begeistert kleine Schneebälle, singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden spielt ein junger Mann Trompete – fast könnte wieder Weihnachten sein.

Einen besonders starken Eindruck ruft inmitten der fallenden Flocken die Wort-Licht-Installation „Lumières“ am Reiterdenkmal Friedrich des Großen Unter den Linden hervor, die noch bis Sonntagmorgen zu sehen ist. Da sich der Geburtstag des Preußenkönigs am 24. Januar zum 300. Mal jährte, widmet sich die Lange Nacht mit vielen Angeboten dem Alten Fritz.

Gelbe Beamer-Strahlen werfen rechts und links vom Reiterdenkmal französische Verse aus Friedrichs Feder und deren deutsche Übersetzung an die Fassaden der Humboldt-Universität. „Die Ruhe ist erlaubt, aber nur unter Lorbeeren“ heißt es da unter anderem. – Wie schön, ein Hauch Sommerfantasie inmitten des Wintereinbruchs.

Wer diesem entkommen will, flüchtet ins Deutsche Guggenheim. Hier entspannen sich die Besucher bei warmen Temperaturen und leiser Musik in blauen Liegestühlen. Ein gar nicht mehr ganz so junges Paar küsst sich ausdauernd und zärtlich, als läge es am Strand. Ansonsten sind hier eher auffällig viele junge Besucher unterschiedlicher Nationalitäten unterwegs, angelockt von der lebendig und modern präsentierten Ausstellung „Found in Translation“ über interkulturelle Verständigung.

Sommer herrscht auch im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums – anlässlich der Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ wurde in dem großen Hof mit Vogelgezwitscher und Videos eine fast verträumte Waldatmosphäre geschaffen. Zwei junge Mädchen werfen sich hier übermütig auf den Boden und lachen, als würden sie ins weiche Moos fallen.

Weniger zu lachen haben zum gleichen Zeitpunkt all die Besucher, welche die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel besuchen wollen. Da aus Sicherheitsgründen nur 500 Personen im Haus erlaubt sind, hat sich vor dem Eingang eine lange Schlange gebildet.

Dass das kleine Schild, das darüber informierte, dass es Eintrittskarten nur im Alten Museum gibt, in der Dunkelheit nur sehr schwer zu erkennen ist, ärgert vor allem die Besucher, die diesen Hinweis übersehen. Sie erfahren erst nach einer langen Wartezeit unmittelbar am Eingang, dass sie ohne Ticket nicht eingelassen werden. Wer schon vorher ein Ticket hatte, hat Glück. Und kann an zahlreichen Führungen teilnehmen.

Zum Beispiel mit dem Kunsthistoriker Andreas Knüppel, der Führungen zum Thema „Friedrich der Große in den Werken Adolph Menzels“ anbietet. Sympathisch gemacht und informativ ist sein Vortrag an den Gemälden „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen“ und „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ – sehr lang allerdings nicht. „Die Führungen an normalen Tagen sind wesentlich länger und ausführlicher“, sagt Knüppel.

Denn die Lange Nacht ist für die teilnehmenden Museen natürlich nicht zuletzt ein wichtiges Werbeinstrument. Dass sie als solches funktioniert, beweist die konstant hohe Besucherzahl. Nach Erwartungen der Veranstalter werden es trotz der winterlichen Verhältnisse und mancher dadurch bedingter Verspätungen der Shuttle-Busse auch in dieser Nacht bis zum Ende um 2 Uhr morgens wieder gut 30.000 Besucher sein.

Nach 30 Langen Nächten und 15 Jahren waren es damit insgesamt mehr als eine Million Besucher. Das einmillionste Ticket hat an diesem Samstagabend eine Frau aus Friedenau an einer der Abendkassen am Kulturforum gekauft. Als Preis darf sie mit ihrer Tochter für drei Tage nach Budapest fliegen und die dortige Lange Nacht der Museen besuchen. Da diese im Juni stattfindet, müssen sich die Gewinnerinnen dann um warme Kleidung sicherlich keine Gedanken mehr machen.

Der Tagesspiegel, [28.01.2012]

 
Wegen Verzögerungen beim Innenausbau steht noch immer nicht fest, ab wann genau Gäste in dem neuen Hochhaus übernachten können

Bereits zwei Mal musste die ursprünglich für den vorigen Dezember und dann für Januar angekündigte Eröffnung des Waldorf-Astoria in dem 118-Meter-Turm zwischen Bahnhof Zoo und Breitscheidplatz verschoben werden. Die Innengestaltung des Fünf-Sterne-Hauses sei aufwändiger als geplant, hieß es. Nun lautet die offizielle Sprachregelung, das Hotel werde „im Frühjahr“ die ersten Gäste empfangen. In Medienberichten war zuletzt mal vom März, aber auch von Mai bis Juni die Rede. Am Donnerstag teilte das Büro von Gründungsdirektor Friedrich Niemann schließlich auf Nachfrage mit, der März komme „wohl nicht mehr“ in Frage. Man wolle aber auch nicht bis Juni warten.

Also läuft es auf April bis Mai hinaus - falls die Arbeiten im aktuellen Zeitplan bleiben.

Waldorf-Astoria wurde berühmt durch das traditionsreiche Stammhaus in New York; inzwischen gehört das Hotelunternehmen zur Hilton-Kette, die in Berlin auch das Hilton am Gendarmenmarkt betreibt. In der City-West gibt es unterdessen eine Reihe weiterer Hotelprojekte, gerade erst wurden die Pläne für ein großes Vier-Sterne-Hotel im Philips-Hochhaus an der Urania bekannt. Und gleich neben dem Zoofenster-Hochhaus, zwischen Kantstraße und Kurfürstendamm, will der Baukonzern Strabag ab diesem Jahr den gleich hohen „Atlas Tower“ errichten. Auch dort gehört ein Vier-Sterne-Hotel zu den angedachten Nutzungen.

Der Tagesspiegel, [26.01.2012]

 
Curries, Suppen, Vital-Brote und Sandwiches, Couscous, Wraps und Müsli von dean & david

Das erfolgreiche Gastronomie-Konzept dean & david aus München hat am 18. Januar 2012 im Neuen Kranzler Eck seine erste Hauptstadtfiliale eröffnet.

Neben individuell vom Kunden selbst zusammengestellten Salaten, können Gäste beim Münchner Fast Food Laden viele andere gesunde Angebote aus frischen Zutaten probieren: So gibt es Curries, Suppen, Vital-Brote und Sandwiches, Couscous, Wraps und Müsli. Entsprechend ist auch die Auswahl an Getränken: frisch gepresste Fruchtsäfte, Fruit- und Joghurt Smoothies sowie potente Wellness-Gemüse-Drinks.

dean & david gründetet mit dem Slogan "fresh to eat" 2007 in München Schwabing die erste Salatbar und ist schnell zum neuen Fast Food Hotspot für ernährungsbewusste Trend-Setter geworden. Das dahinter stehende Konzept sieht die Verwendung naturbelassener und vitaminreicher Lebensmittel vor, die nachweislich frei von Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern sind. Regionale Produzenten liefern dabei hauptsächlich saisonalen Rohstoffen für die täglich frischen Produkte. Und auch der Umwelt-Aspekt spielt bei dean & david eine wichtige Rolle: So stehen wiederverwendbare Leih-Boxen und Holzbesteck für die Take Away-Gerichte zur Verfügung.

 
Um zwei umstrittene Bauprojekte in der City-West war es ruhig geworden - doch nun tut sich wieder etwas

Die Pläne des Unternehmers Kurt Krieger für zwei Möbelhäuser in Grunewald und ein Wohnungsbauprojekt an der Wilmersdorfer Schaperstraße erzürnen Anwohner in der City-West. Beide Vorhaben schienen zuletzt am Widerstand von Bezirkspolitikern zu scheitern, aber die Investoren lassen nicht locker. Möbelhauschef Krieger traf sich Dienstagabend mit seinen Kritikern zum vertraulichen Gespräch. Und an der Schaperstraße hat der Baukonzern Hochtief das Areal gekauft, auf dem das Haus der Berliner Festspiele und die Bar jeder Vernunft stehen.

Dort stritten eine Bürgerinitiative und der bisherige Eigentümer, die in Hamburg und Schwerin ansässige Neubau-Gruppe, gut zehn Jahre lang. Zuerst ging es um ein geplantes Hochhaus, später um eine Wohnbebauung. Das Aus schien gekommen, als sich nach den Grünen in Charlottenburg-Wilmersdorf auch die CDU auf die Seite der Baugegner schlug. Im August 2011 stoppte der damalige Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) das Bebauungsplanverfahren. Nur die SPD schloss eine Bebauung nicht generell aus.

Nun hat Hochtief, bisher nur als Co-Investor im Gespräch, mit der Firma Neubau einen Kaufvertrag geschlossen. Dieser tritt laut Baustadtrat Marc Schulte (SPD) „nach Erlaubnis einer Wohnbebauung“ in Kraft. Der Konzern habe angekündigt, in einem „partnerschaftlichen Verfahren“ eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Das Bezirksamt werde mit allen Beteiligten reden, sagt Schulte. Vielleicht gebe es Spielraum beim Maß der Bebauung. Eine Hochtief-Sprecherin sagte, eine Detailplanung könne es erst nach einem Bebauungsplanverfahren geben. Dann werde man sehen, was „möglich ist“. Doch ob die BVV überhaupt bereit ist, ein neues Verfahren zu starten, ist offen.

Bewegung auch im Konfliktfall Grunewald: Möbelunternehmer Krieger und sein Projektleiter trafen sich mit Stadtrat Schulte und Vertretern der Bürgerinitiative „Zwischen den Gleisen“ zum Gespräch über geplante Möbelhäuser der Marken Höffner und Sconto auf dem ehemaligen Güterbahnhof. Die BVV hatte das Vorhaben im November als „nicht umsetzbar“ abgelehnt. Nach Angaben der von Eichkamper Bürgern gegründeten Initiative ging es nun vor allem um das befürchtete „Verkehrschaos“. Krieger habe „keine Lösung angeboten“, aber „erstmals Pläne mit alternativen Nutzungsformen“ vorgelegt.

Stadtrat Schulte relativierte das: Es sei zunächst nur um die Verkehrsbelastung im Falle einer Nutzung mit Kleingewerbe und Wohnungen gegangen, wie sie die BVV empfehle. Weitere Gespräche sollen folgen. Die Anwohner fordern, dass „historisch wertvolle“ alte Bahngebäude bis dahin nicht abgerissen werden.

Der Tagesspiegel, [26.01.2012]